Trinkwasserversorgung

Die Wasserverteilung, Trinkwassergewinnung und -aufbereitung und die Trinkwasserspeicherung finden regelmäßig Berücksichtigung in der redaktionellen Berichterstattung.

Gasversorgung

Ob Erdgas, Biogas oder Wasserstoff - unsere Energieversorgung mit Gas bildet einen Schwerpunkt in jeder Heftausgabe.

Ausgabe 12 | 2017 - Jahresrevue

Erdgas

Neues Erdgas-Drehkreuz für Schleswig-Holstein – Gasübernahmestation bei Pinneberg in Betrieb genommen

Um den wachsenden Bedarf an Erdgas in Schleswig-Holstein decken und darüber hinaus einen Chemiepark in Brunsbüttel zuverlässig mit dem Energieträger versorgen zu können, hat Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) im Dezember 2016 eine neue Gasübernahmestation in Betrieb genommen. Bei deren Bau konnte das Unternehmen auf eine bereits vorhandene Netzinfrastruktur in der Gemeinde Klein Offenseth-Sparrieshoop zurückgreifen.

Autor: Ove Struck

Digitale Heizung statt Kellerassel

Das Jahr 2017 markiert einen Meilenstein in der Geschichte der deutschen Heizungsindustrie: Es ist das Jahr der umfassenden Digitalisierung von Heizsystemen. Zwar befassen sich die im Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie e. V. (BDH) organisierten Hersteller bereits seit vielen Jahren mit der Thematik, doch machte insbesondere die ISH im März 2017 deutlich, dass an der digitalen Heizung künftig kein Weg mehr vorbeiführt – „Digital Solutions“ und „Digital Systems“ dominierten die Standkonzepte der Hersteller. Oft war die Frage zu hören, welche handfesten Vorteile eine digitale Heizung gegenüber einer analogen Anlage bietet, und: Gefährdet die Digitalisierung tradierte Vertriebswege oder bietet sie Mehrwert für Handwerk und Investor?

Autor: Andreas Lücke

3D-Bestandsaufnahme, 3D-Planung und 3D-Bauausführung:
Beispiel für eine Lösung mittels
3D-Laserscanning

Die technische Entwicklung von 3D-Laserscanning ist in den vergangenen Jahren sehr stark vorangeschritten. An einem Beispiel aus der Sparte Fernwärme, das auch auf die Sparten Gas und Wasser übertragbar wäre, wird gezeigt, wie mithilfe von 3D-Laserscanning komplexe 3D-Fragestellungen gelöst werden können.

Autor: Kai Steuernagel

Mobile Messcontainer in der Gaswirtschaft

Um den Transport von aus der Nordsee stammendem Erdgas nach Süden zu gewährleisten, betreibt die Transitgas AG seit dem Jahr 1974 eine 164 km lange Transitgasleitung durch die Schweiz. Im Rahmen des sogenannten „Reverse-Flow-Projekts“ ist seit Oktober 2017 nun auch der bidirektionale Betrieb der Leitung in Süd-Nord-Richtung möglich. Der Beitrag befasst sich mit den beiden mobilen THT-Messstationen in den Schweizer Gemeinden Wallbach und Däniken, die für die Erweiterung der Leitungen errichtet wurden.

Autoren: Anuscha Ramezanian, Jens Berker , Dr. Wilhelm Kappert & Andreas Zacher

Analysen zur LNG-Versorgungsinfrastruktur mittels Geoinformationssystem

Im Rahmen des Forschungsprogramms Modernitätsfonds mFUND fördert das Bundesministerium für
Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) Projekte rund um digitale datenbasierte Anwendungen für die
Mobilität 4.0. Hierbei steht insbesondere die innovative Nutzung vorhandener Daten im Mittelpunkt.
Die Verbundpartner DBI – Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg, die Software Service John
GmbH und die Nexiga GmbH analysieren in diesem Rahmen die Möglichkeiten zum Aufbau einer
Online-Plattform zur Errichtung einer LNG-Versorgungsinfrastruktur für den Schwerlastverkehr mithilfe
von Geoinformationssystemen (GIS).

Autoren: Enrico Schuhmann, Ronny Erler, Prof. Hartmut Krause, Norbert Stankus, Nancy Schöne, Dirk John & Stephanie Kühnlenz

Entwicklung eines integrierten Sensorsystems zur Bestimmung des Brennwertes von Brenngasen mit variabler Zusammensetzung

Veränderungen im europäischen Erdgasmarkt und die Tatsache, dass in Zukunft größere Gasanteile
aus regenerativen Quellen (wie z. B. Power-to-Gas) in das bestehende Erdgasnetz eingebunden werden, sorgen dafür, dass die Erdgasbeschaffenheit zukünftig stärker schwanken wird. Entsprechend wächst der Bedarf an einer massentauglichen Technik zur Gasanalyse, die die Gasbeschaffenheit zur Regelung des Verbrennungsprozesses erfasst. Im Projekt „Fuel Power Sens“ wird vor diesem Hintergrund eine solche Technologie in Form eines integrierten Sensorsystems entwickelt und umfangreich getestet. Das Projekt wird von der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) gefördert (IGF 18002N) und im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung vom Zentrum für Brennstoffzellentechnik (ZBT), der Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e. V. (HS-VS) und dem Gas- und Wärme-Institut Essen e. V. (GWI) durchgeführt.

Autoren: Sabine Feldpausch-Jägers, Eren Tali, Dr.-Ing. Frank Burmeister, Dr. Sophie Billat, Frank Hedrich & Georg Dura

Trinkwasser

Neubau eines Schwerpunkt-Trinkwasserbehälters am Kanonenweg in Stuttgart

Der Hochbehälter Kanonenweg versorgt mit seinen drei in den Jahren 1881 bzw. 1926 gebauten Kammern große Teile der Stuttgarter Innenstadt mit Trinkwasser. Altersbedingt weisen die Kammern bauliche Schwachstellen auf, die auch durch umfangreiche Erneuerungsmaßnahmen nicht zu beseitigen gewesen wären. Vor diesem Hintergrund entschied sich der Betreiber für einen Neubau des Behälters an gleicher Stelle – ein herausforderndes Unterfangen, da sich das Gelände in Hanglage in einem beliebten Wohngebiet befindet.

Autoren: Steffen Greger & Hans Baumer

 

 

Behälter- und Versorgungskonzept für einen großen regionalen Wasserversorger

Ein stetig steigender Wasserbedarf und wachsende Transitmengen stellen die Wasserversorgung Beckum GmbH gerade in den Sommermonaten vor Herausforderungen: So sind heute fundierte Netzkenntnisse und manuelle Eingriffe notwendig, um Spitzenlastsituationen beherrschen zu können. Vor diesem Hintergrund wurde auch der Neubau eines Wasserbehälters untersucht, um die Versorgungssicherheit langfristig sicherstellen und einen automatisierten Netzbetrieb ermöglichen zu können. Mithilfe einer dynamischen Simulation konnten dabei sowohl ein potenzieller Behälterstandort als auch ein optimales Behältervolumen ermittelt werden.

Autor: Ole Odendahl

Sanierung des Wasserwerks Kühlsen

Nach einer fast 50 Jahre dauernden Betriebszeit musste die Wasseraufbereitung des Wasserwerks Kühlsen im nordrhein-westfälischen Bad Driburg neu ausgerichtet werden. Als besonders herausfordernd stellte sich dabei der sehr unterschiedliche Charakter der beiden verwendeten Brunnenwässer dar. Nach einer umfangreichen Umbauphase kombiniert das Wasserwerk nun konventionelle Filter- und moderne Membrantechnik miteinander und liefert damit ein hochwertiges Trinkwasser für das örtliche Versorgungsnetz.

Autor: Dr.-Ing. Michael Turk

Einfahrbetrieb der Unterirdischen Enteisenung und Entmanganung an der Wassergewinnung Kaldenkirchen (Niederrhein)

Bedingt durch eine steigende Nitratkonzentration im Grundwasser, ist an der Wassergewinnung Kaldenkirchen der Stadtwerke Nettetal GmbH eine Teilverlagerung der Grundwasserentnahme in das lokal dritte Grundwasserstockwerk erforderlich. Aufgrund der dort erhöhen Eisen- und Mangankonzentration im Grundwasser wurde eine Unterirdische Enteisenung und Entmanganung (UEE) konzipiert und im Pilotversuch getestet. Die Ergebnisse des dreijährigen Einfahrbetriebes der UEE werden nachfolgend vorgestellt.

Autoren: Prof. Dr. Ute Rößner, Christoph Sailer, Jessica Langert & Christian Plaßmann

Impulsgestützte Schüttgutkonsolidierung beim Brunnenneubau

Beim Brunnenneubau der Berliner Wasserbetriebe wird seit mehreren Jahren standardgemäß die Schüttgutkonsolidierung beim Einbringen der Ringraumschüttung durchgeführt. Indem nachträgliche Setzungen vermieden werden, kann die Wirtschaftlichkeit eines Brunnenbauwerkes nachhaltig positiv beeinflusst werden. Die Vielzahl der neu errichteten Brunnen erlaubt gleichzeitig eine Abschätzung hinsichtlich möglicher Setzungsbeträge, die im Laufe des Brunnenbetriebes auftreten können. Darüber hinaus ist es möglich, verschiedene Verfahren zum Einbringen des Filterkieses im Hinblick auf die sich jeweils einstellende Lagerungsdichte zu bewerten.

Autor: Dr. Stephan Mosch, Oliver Pietzner & Ralf Moche

Aqua-IT-Lab – eine Testumgebung für Penetrationstests im Wassersektor

Die Wasserversorgung bildet das Rückgrat eines funktionierenden Gemeinwesens und ist deshalb durch den Bund als sogenannte Kritische Infrastruktur definiert worden. Entsprechend sollten Wasserversorgungsinfrastrukturen besonders im Hinblick auf Kompromittierung und Ausfall geschützt werden. Hierzu zählen zum einen Schutzmaßnahmen der natürlichen Ressourcen, der genutzten Bauwerke und des Versorgungsprozesses, zum anderen – seit der Novellierung des IT-Sicherheitsgesetzes und der entsprechenden Verordnung – aber auch der Informations- und Steuerungsinfrastruktur. Zwar existieren in seltenen Fällen noch (zumeist kleine) Versorger, die die Versorgung komplett ohne Informationstechnik durchführen. In den meisten Fällen werden Pumpen, Druckerhöhungsstationen und Kaskaden heutzutage jedoch über IT-Komponenten gesteuert und überwacht. Gleichwohl spielen bei deren Implementierung Betriebs- und Ausfallsicherheit eher eine Rolle als IT-Sicherheit. Durch die gestiegene Anzahl an Bedrohungen und die leichte Verfügbarkeit von Informationen, z. B. über Suchmaschinen wie shodan.io oder censys.io, sowie von Werkzeugen zum Einbruch in Informationssysteme sollten diese Infrastrukturen zeitnah durch die Versorger auf ihre Sicherheit überprüft und abgesichert werden.

Autoren: Dr. Christof Thim, David Kotarski & Stephan Arndt

DVGW

Der DVGW als kritisch-konstruktiver Begleiter der Energiewende und als beratender Experte für die Politik – der „Energie-Impuls“ mit Fuel, Content und Modal Switch

Unter dem Titel „Energie-Impuls“ hat der DVGW als technisch-wissenschaftlicher Verein im Rahmen von insgesamt zehn thematischen Kapiteln einen konstruktiven Diskurs über die Ausrichtung und Gestaltung der nächsten Phase der Energiewende angestoßen. Auf Basis von datenbasierten Informationen wird insbesondere ein intensiver Austausch mit der Fachöffentlichkeit, Experten in Politik und Verwaltung, zivilgesellschaftlichen Institutionen sowie Wissenschaft und Medien über den Beitrag geführt, den Gase und Gasinfrastrukturen zum Erreichen der Klimaschutzziele 2020, 2030 und 2050 sowie zum Erfolg und zu einer dauerhaft breiten gesellschaftlichen Akzeptanz der Energiewende leisten können. Dies drücken auch die DVGW-Satzungsziele Sicherheit, Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit für das Gasfach aus.

Autor: Dr. Volker Bartsch

Impressionen von der DVGW-Mitgliederversammlung 2017

Am 14. September 2017 lud der DVGW zu seiner 145. ordentlichen Mitgliederversammlung in den ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bundestages nach Bonn ein. Im höchsten Vereinsorgan werden durch grundlegende vereinspolitische Entscheidungen alle zwei Jahre die Weichen für die zukunftsfähige Weiterentwicklung des Vereins gestellt und über die Zusammensetzung des Präsidiums und Ehrungen entschieden.

Autorin: Dr. Susanne Hinz

Aktuelle europäische Energie- und Gaspolitik

Autor: Dr. Uwe Wetzel

„Lessons learned“: Die DVGW-Anpassungsdatenbank – Darstellung der gewonnenen Erkenntnisse im Umgang mit der Datenbank und Empfehlungen

Die DVGW-Anpassungsdatenbank ist bereits in vielen Anpassungsgebieten erfolgreich eingesetzt worden. Aus den Praxiserfahrungen können – wie bei jedem Großprojekt auch – Verbesserungspotenziale abgeleitet und in der Datenbank berücksichtigt werden. Ziel dieses Beitrags ist es, die bisher aufgetretenen Fragestellungen im Sinne einer FAQ-Liste aufzuführen, um häufige Fehlinterpretationen oder auch Fehlbedienungen nach Möglichkeit zu vermeiden. Nachfolgend werden die üblichen Herausforderungen aufgeführt; dabei wird auf allgemein zu beachtende Aspekte, den Aufbau der Datenbank, die Anforderungen an die verwendete Software und abschließend auf – aus Sicht des DVGW – empfohlene organisatorische Aspekte eingegangen.

Autorin: Frank Dietzsch & Daniel Fricke

Die Frontinus-Gesellschaft e. V. stellt sich vor

Als anerkannter gemeinnütziger Verein verfolgt die Frontinus-Gesellschaft e. V. den Zweck, die Wissenschaft, Forschung und Bildung auf dem Gebiet der Geschichte der Wasser-, Energie- und Rohrleitungstechnik zu fördern. Dies gelingt der Gesellschaft seit der Gründung vor 41 Jahren. Im Jahr 1976 schlossen sich Archäologen, Historiker, Ingenieure und Naturwissenschaftler zusammen, um den wissenschaftlichen Verein zu gründen. Im Mittelpunkt der Anstrengungen stehen seither die Förderung von Forschungsvorhaben und die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen, Fachbüchern und Publikationen sowie die Organisation von internationalem Wissenstransfer im Rahmen von Tagungen, Seminaren und Exkursionen.

Autor: Christian Herrmann

 

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