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Gasversorgung

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09.11.2017

Erneuerbare Energien, Sektorenkopplung mit Gas und Energieeffizienz – So werden die Klimaziele bis 2050 erreicht

Gas und die Gasinfrastruktur können einen erheblichen Beitrag leisten, um die ngestrebten Treibhausgasminderungen von 80 bis 95 Prozent bis 2050 zu erreichen – und das auch noch mit deutlichen Kosteneinsparungen. Das sind die Ergebnisse von drei Studien, die im Oktober 2017 veröffentlicht wurden.


Das Gasnetz wird sowohl in der dena-Leitstudie „Integrierte Energiewende“, als auch in einer Studie zum „Wert der Gasinfrastruktur für die Energiewende in Deutschland“, die im Auftrag der Fernleitungsnetzbetreiber erstellt wurde, als wichtiger Baustein in einem sektorintegrierten Energiesystem identifiziert. Durch die Speicherkapazität der deutschen Gasnetze kann die gesicherte Leistung über lange Zeiträume autark bereitgestellt werden.

Das sorgt nicht nur für Flexibilität und Versorgungssicherheit, sondern spart auch noch Kosten: Rund 12 Mrd. Euro können um 2050 jährlich eingespart werden, wenn die bestehende Gasinfrastruktur in Deutschland in Kombination mit klimaneutral erzeugtem grünem Gas genutzt wird, so die Fernleitungsnetzbetreiber. Mehr noch: Der über den bisher ermittelten Stromnetzausbaubedarf für das Übertragungsnetz bis 2035 hinausgehende sowie der notwendige Ausbaubedarf für das Verteilnetz können signifikant reduziert werden.

Kerntechnologie der Sektorenkopplung mit Gas ist Power-to-Gas. Eine frühzeitige Verbreitung von Power-to-X-Technologien in Deutschland könne aus industriepolitischer Sicht vorteilhaft sein, so die dena. Dazu müssten jedoch günstige regulatorische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Auch in einer Studie zur Energiewende im Gebäudesektor, die von der Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea), der dena und weiteren Branchenverbänden in Auftrag gegeben wurde, wird deutlich, dass die Klimaziele bis 2050 am besten realisiert werden können, wenn alle verfügbaren Effizienztechnologien wirtschaftlich eingesetzt und die Infrastrukturen für Strom, Gas und Öl effizient mit erneuerbaren Energieträgern genutzt werden. Ein zentrales Ergebnis der Gebäudestudie: Im Vergleich zu einer reinen Elektrifizierung würde ein Technologiemix bei gleicher CO2-Ersparnis bis 2050 um rund 450 Milliarden Euro günstiger sein. Dazu würden über 10 Mio. effiziente Gas- und Ölheizungen sowie über 1 Mio. gasbetriebene Mini-KWK-Anlagen beitragen, die im Gebäudesektor dann eingesetzt werden. Ein weiterer Baustein zur Zielerreichung wäre neben Effizienzmaßnahmen an Gebäudehülle und Anlagentechnik der zunehmende Einsatz regenerativ erzeugter synthetischer Brennstoffe, wie z. B. grüne Gase.