Ausgabe 09/2018


Inhaltsverzeichnis

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Technische Regel für Gasinstallationen – Die DVGW-TRGI 2018

Das DVGW-Arbeitsblatt G 600 (DVGW-TRGI) für Planung, Erstellung, Änderung, Instandhaltung und Betrieb von Gasinstallationen erscheint Anfang Oktober 2018 als Weißdruck. Der Beitrag stellt die Änderungen und Anpassungen, die sich im Vergleich zur bisherigen TRGI 2008 ergeben haben, dar und erläutert gleichzeitig die Zusatzangebote rund um die neue DVGW-TRGI 2018.

Kai-Uwe Schuhmann (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfachs e. V.)

Neuer Nachweis der ausreichenden Verbrennungsluftversorgung über Undichtheiten in der Gebäudehülle nach DVGW-TRGI 2018

Die Klippen der Odorierung clever umschiffen

Gereinigtes Erdgas ist im Gegensatz zu den früher häufig verwendeten Stadt- oder Kokereigasen für Menschen nahezu geruchlos, allerdings sehr leicht entflammbar. Vor diesem Hintergrund hat der Gesetzgeber mit der Odorierungspflicht, also dem Gebot, dem Energieträger geruchsintensive Substanzen zuzusetzen, Sicherheitsregularien geschaffen, die es ermöglichen, bereits kleinste Mengen Gas wahrzunehmen. Was es bei der Odorierung von Erdgas zu beachten gilt, zeigt der folgende Beitrag.

Florian Hupka (CeH4 technologies GmbH)

Entwicklung einer Odorierdüsen-Wechseleinrichtung – damit es ganz sicher unangenehm riecht

Die Odorierung von Erdgas ist eine der zentralen Aufgaben eines Gasnetzbetreibers, die vor allem dem Endkunden als Sicherheitsmaßnahme zum frühzeitigen Erkennen von Leckagen dient. In der Vergangenheit ist es jedoch bereits zu mehreren Vorfällen gekommen, bei denen die Impfdüse, die für das Beimischen des jeweiligen Odoriermittels in den Erdgasstrom zuständig ist, Probleme bereitet hat. Solche Vorfälle können letztendlich auf verschiedene Ursachen zurückgeführt werden. Der Beitrag erläutert die Neuentwicklung einer Odorierdüsen-Wechseleinrichtung, die bei dem beschriebenen Problem Abhilfe schaffen und die auftretenden Probleme lösen soll.

Philipp Schulte im Walde & Sascha Niebialek (beide: Westnetz GmbH)

Befundprüfungen bei Wasserzählern nach Ablauf der Eichfrist

Mit dem Vorschlag des Hamburg Instituts, die Eichfristen für Wasserzähler erheblich auf nunmehr 15 Jahre zu verlängern [1], hat eine Diskussion darüber begonnen, ob die heutigen (kurzen) Eichfristen für Wasserzähler in Deutschland sachlich begründet sind. Ein Indiz für die Langzeitstabilität der Wasserzähler sind die erfolgreichen Verlängerungen der Eichfrist durch Stichprobenprüfungen sowie die Ergebnisse von Befundprüfungen. Für Hauswasserzähler als Nassläufer- und Mehrstrahlzähler sowie Ringkolben- und Taumelscheibenzähler liegen aus Stichprobenverlängerungen Erfahrungswerte vor – Ausfälle wurden demnach in der Regel nur durch mangelhafte Wasserqualitäten oder Fremdkörper verursacht. Für Mehrstrahl-Messkapselzähler liegen die Ergebnisse der Prüfungen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) für die Hamburger Wasserwerke vor. Offen waren bisher lediglich Erfahrungswerte für Trockenläufer-Einstrahlwasserzähler, die im Submetering mit über 10 Mio. von ca. 26 Mio. Wasserzählern in diesem Bereich der Abrechnung gesamt eingesetzt sind, sowie für Einsatzzeiten, die länger als die heutige Eichfrist waren.

Joachim Wien (Minol Messtechnik W. Lehmann GmbH & Co. KG)

Werkstoffe für Wasserzähler

Wasserzähler sind Mehrkomponentensysteme mit einer Vielzahl verschiedenster Bauteile, die zudem aus unterschiedlichen Werkstoffen hergestellt werden. Für Material- und Werkstoffauswahl sind daher fundierte Kenntnisse der gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich Material-, korrosionschemischer und hygienischer Eigenschaften sowie der einschlägigen Prüf- und Bewertungsverfahren unumgänglich. Alle in dieser Hinsicht relevanten Aspekte werden bei Anwendung des DVGW-Arbeitsblattes W 421 als Prüf- und Zertifizierungsgrundlage für Wasserzähler abgedeckt. Somit haben der Versorger und der Endverbraucher mit der Wahl eines DVGW-zertifizierten Wasserzählers die größtmögliche Sicherheit, dass durch diesen keine negative Beeinflussung des Trinkwassers zu erwarten ist.

Dr.-Ing. Wolfgang Werner & Dr.-Ing. Robertino Turkovic´ (beide: TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser)

Flächendeckender Einsatz von funkauslesbaren Ultraschallwasserzählern – ein Erfahrungsbericht

Nach zwei erfolgreichen Stichprobenprüfungen mit Ringkolbenzählern stand der Zweckverband Gruppenwasserwerk Florenberg seinerzeit vor der Entscheidung, eine dritte Stichprobenprüfung zu versuchen oder in neue Wasserzähler zu investieren. Nach intensiver Recherche und der Erarbeitung von Systemanforderungen stellte der Zweckverband in den Jahren 2012/13 – trotz der in Deutschland bis dato geringen Praxiserfahrung – seinen gesamten Zählerbestand auf funkauslesbare Ultraschallwasserzähler um. Der Beitrag gibt einen Einblick in die Erfahrungen, die in diesem Pilotprojekt gesammelt wurden: angefangen vom Einbau, dem Routinebetrieb, kürzlich bestandenen ersten Stichprobenprüfung bis zur guten Kundenakzeptanz.

Stephan Hahn (Zweckverband Gruppenwasserwerk Florenberg), Dr.-Ing. Thomas Gutzke & Clemens Pritzl (beide: envi-systems GmbH)

Gas-Versorgungssicherheit in der Bundesrepublik Deutschland – Aspekte, Stand und Verantwortlichkeiten

Zum Monatswechsel Januar/Februar 2012 kam es in Mittel- und Westeuropa zu einer für diese Gefilde ungewöhnlichen Kälteperiode von ca. zehn Tagen Dauer. Bedingt durch diesen Kälteeinbruch, stieg der Gasbedarf für die Wärme- und Stromerzeugung aus deutscher Sicht insbesondere in Süddeutschland sehr stark an. Da in den Nachbarstaaten gleiche klimatische Bedingungen herrschten, erhöhte sich auch dort der Gasbedarf signifikant. Obwohl es in Deutschland nicht zu vertraglich unvorhergesehenen Zwangsabschaltungen kam, mussten doch Letztverbraucher innerhalb der vertraglichen Modalitäten temporär vom Netz genommen werden. Nach Beendigung dieser kurzen Phase hat die Gasbranche (Händler und Infrastrukturbetreiber) zusammen mit den zuständigen Ministerien und Behörden unter Einbindung der Gaskraftwerks- und Übertragungsnetzbetreiber eine intensive Ursachen- und Wirkungsanalyse betrieben. Der Beitrag will die einzelnen Aspekte der aktuellen Situation der Gasversorgungssicherheit beleuchten und das Zusammenwirken der Marktteilnehmer hinsichtlich ihrer Aufgaben und Verantwortlichkeiten unter diesem Aspekt darstellen.

Dr. Gerrit Volk (Bundesnetzagentur)

Die Gasbranche – gemeinsam für eine sichere Versorgung der Kunden

Der sicheren Versorgung von Haushalts-, Gewerbe- und Industriekunden mit Gas kommt mit Hinblick auf die große Bedeutung des Energieträgers eine essenzielle Rolle zu. Umso wichtiger ist es, dass alle beteiligten Akteure eng zusammenarbeiten, um eine zuverlässige Gasversorgung sicherzustellen. Der Beitrag stellt vor diesem Hintergrund die wichtigsten Gesetzesvorschriften und innerhalb der Branche festgelegten Vereinbarungen vor.

Christian Sametschek & Maria Noack (beide: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V.)

Erhöhte Temperaturen in Trinkwasser-Versorgungssystemen – Ursachen und Gegenmaßnahmen

Die Praxis-Erfahrungen im Zuge der Durchführung regelmäßiger Spülungen [1] der letzten Jahre haben gezeigt, dass Trinkwassertemperaturen über 25 °C bereits in den Wasserrohrnetzen auftreten und eine hygienisch einwandfreie Trinkwasserversorgung gefährden können. Im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojekts (gefördert durch die EnBW) hat die Hochschule Rottenburg am Neckar, in Kooperation mit der Hochschule Esslingen sowie der Universität Stuttgart, die Ursachen für die Erwärmung des Trinkwassers im Trinkwasser-Versorgungssystem untersucht. Unterstützt wird sie in der fachlichen Betreuung durch die RBS wave GmbH sowie bei der fachpraktischen Datenermittlung durch den Zweckverband für Wasserversorgung Germersheimer Südgruppe K. d. ö. R. Der Beitrag ist ein Auszug der Bachelorarbeit von Benedikt Gottschall (Hochschule Esslingen) und beinhaltet Grundlagen sowie erste Ergebnisse des Forschungsprojekts, welches – aufgeteilt in mehrere Projekte – an den jeweiligen Hochschulen und der Uni Stuttgart bearbeitet wird.

Dr.-Ing. Esad Osmancevic, Matthias Engelfried (beide: RBS wave GmbH) & Ralf Friedmann (Zweckverband für Wasserversorgung Germersheimer Südgruppe K. d. ö. R.)


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