Energieeffizienz

Block Fortuna: Fortschrittlich und klimaschonend

Stadtwerke Düsseldorf AG (Fotograf: Ansgar Maria van Treeck)

Die große Glasfassade des GuD-Kraftwerks fügt sich gut in das moderne Stadtbild Düsseldorfs ein.

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Block Fortuna ist eines der modernsten Erdgaskraftwerke der Welt: Es versorgt nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung die Großstadt Düsseldorf sicher, wirtschaftlich und umweltgerecht mit Strom und Fernwärme.

Wegen seiner das Stadtbild prägenden Lage wurde bereits in der Planungsphase großer Wert darauf gelegt, dass sich die Architektur in das moderne Stadtbild der nordrhein-westfälischen Kapitale einfügt. Ein besonderes Element bildet dabei das Stadtfenster in Richtung Innenstadt, das Teile der Anlage in Glas hüllt.

von: René Schleucher (Stadtwerke Düsseldorf AG)

Um für Düsseldorf zukunftsfähig und preisstabil Energie produzieren zu können, ist die Technologie des neuen Erdgaskraftwerks auf eine möglichst effiziente Ausnutzung des Energieträgers Erdgas ausgerichtet: Sie erzeugt die Nutzenergie mit einer Kombination aus Gasturbine, Dampfturbine und zusätzlicher Wärmenutzung. Als das Kraftwerk im Jahr 2016 in Betrieb ging, stellte es mit einem Wirkungsgrad von mehr als 61 Prozent bei der reinen Stromerzeugung einen Weltrekord auf. Durch die zusätzliche Nutzung für das Fernwärmenetz der Stadt Düsseldorf wird der Gesamtnutzungsgrad auf 85 Prozent erhöht; 85 Prozent des eingesetzten Brennstoffs können also in Strom und Wärme umgewandelt werden. Block Fortuna spart im Zusammenspiel mit der Düsseldorfer Fernwärme insgesamt über 600.000 t CO2 im Jahr ein – so viel, wie rund 260.000 Mittelklasse-PKW mit einer jährlichen Fahrleistung von 15.000 km ausstoßen. Bis zum Jahr 2025 wird die Menge an eingespartem CO2 sogar auf eine Million Tonnen ansteigen. Darüber hinaus leistet das Kraftwerk einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der Feinstaub- und Stickoxidbelastung in der Stadt.

Stark und fortschrittlich: Die Gas- und Dampfturbinenanlage

Herzstück der Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) ist die Gasturbine: In deren Brennkammern wird Erdgas, zukünftig aber auch regeneratives Gas, bei Temperaturen maximaler Effizienz zur Verbrennung gebracht. Die heißen Brenngase durchströmen die Turbine und versetzen den Läufer darin in eine Drehbewegung. Diese Drehbewegung wird an einen Generator übertragen, der (ähnlich wie ein Fahrrad-Dynamo) Strom erzeugt. Anschließend erfüllen die noch immer heißen Brenngase zwei weitere wichtige Aufgaben: Sie erzeugen in einem Abhitzekessel aus Wasser Dampf, der eine Dampfturbine antreibt, die ihrerseits den Generator dreht. Zum Schluss erwärmen die Brenngase das Wasser in den Fernwärmeleitungen.

Der Block Fortuna in Bildern1/9
Stadtwerke Düsseldorf AG (Fotograf: Ansgar Maria van Treeck)

Gesamtansicht aus der Vogelperspektive

Stadtwerke Düsseldorf AG (Fotograf: Ansgar Maria van Treeck)

Detailansicht des Kraftwerks

Stadtwerke Düsseldorf AG (Fotograf: Ansgar Maria van Treeck)

Die Außenfassade besteht zu großen Teilen aus Glas und ermöglicht den freien Blick in Richtung Stadtzentrum.

Stadtwerke Düsseldorf AG (Fotograf: Ansgar Maria van Treeck)

Blick in die Turbinenhalle

Block Fortuna im Zentrum der Wärmestrategie für Düsseldorf

Der Aufbau eines intelligenten Wärmenetzes für Düsseldorf bleibt auch in Zukunft eine wichtige Aufgabe für die Stadtwerke Düsseldorf. Zusammen mit der Wärme aus der ebenfalls nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung arbeitenden Müllverbrennungsanlage in Flingern bildet Block Fortuna das Rückgrat eines smarten Fernwärmesystems. Der Ausbau der klimaneutralen Düsseldorfer Fernwärme geht mit der Einbindung erneuerbarer Energien und industrieller Wärme einher. Hinzu kommt auch die Errichtung von maßgeschneiderten Inselnetzen, etwa auf der Grundlage von Blockheizkraftwerken. Ziel ist die Schaffung eines Wärmenetzes, welches alle Technologien und Akteure miteinander verbindet und Energie aus dem Herzen der Stadt liefert.

 

Der neue Fernwärmespeicher

Ein neuer Fernwärmespeicher in unmittelbarer Nähe zum Kraftwerksblock erhöht die Flexibilität der Strom- und Wärmeerzeugung und macht sie dadurch noch klimafreundlicher. Er wurde 2017 in Betrieb genommen.

 

Bildband dokumentiert den Bau

Der renommierte Architekturfotograf Ansgar Maria van Treeck hat den Bau des Kraftwerks von Beginn an fotografisch begleitet. Aus seinen Fotografien ist ein Bildband entstanden, der die verschiedenen Bauphasen eindrucksvoll dokumentiert. Der Bildband kann gegen eine Schutzgebühr von 5 Euro bei der Stadtwerke Düsseldorf AG (Ansprechpartner: Doris Dreßler, E-Mail: ddresslerswd-agde) erstanden werden; die Schutzgebühr wird gespendet.