grüne Gase

1 Millionen Euro für Studien zum emissionsfreien ÖPNV

Nuthawut/Fotolia

Zur Initiierung und Unterstützung einer Wasserstoffmobilität in Baden-Württemberg sollen im Rahmen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft regionale Wasserstoffkonzepte für den ÖPNV erstellt werden.

Die Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie kann einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion der Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor leisten. Der Einsatz in Bussen, Flotten und Nutzfahrzeugen gilt dabei als besonders vielversprechend. Ziel des Landes Baden-Württemberg ist es daher, den Bedarf am Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur für den Busbetrieb in den Städten und Regionen im Land zu identifizieren. Dabei sollen geografische, technische, soziale und betriebswirtschaftliche Aspekte unter die Lupe genommen werden.

„Die Ausschreibung ist nicht darauf gerichtet, die Technologien als solche weiterzuentwickeln,“ so Umweltminister Franz Untersteller. „Uns interessiert vielmehr, in welchen Städten und Regionen im Land der Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur für den ÖPNV sinnvoll wäre und wie eine solche Infrastruktur im Detail aufgebaut sein muss, um nachhaltig zum Klimaschutz beitragen zu können.“

Brennstoffzellenbusse, die mit regenerativ erzeugtem Wasserstoff betrieben werden, haben gegenüber batterieelektrisch betriebenen Bussen deutliche Vorteile. Dazu zählen eine größere Reichweite, eine kurze Betankungszeit und ein deutlich geringerer Einsatz von kritischen Rohstoffen in der Produktion. Brennstoffzellenbusse können daher beim Aufbau eines Marktes für innovative emissionsfreie Antriebe mit Wasserstoff als Energieträger eine besondere Dynamik entwickeln.

Die Ausschreibung richtet sich an Hochschulen oder außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Zweckverbände sowie sonstige Anstalten und Körperschaften des öffentlichen Rechts. Die Projektanträge können bis 31. Oktober 2018 beim Projektträger Karlsruhe am Karlsruher Institut für Technologie eingereicht werden.