Ausgabe 06-07/2018


Inhaltsverzeichnis

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Grüner Wasserstoff: Überblick über Potenziale für die Energiewende

Der Durchbruch von erneuerbarem Wasserstoff (sogenanntem e-Hydrogen) steht unmittelbar bevor. Das zeigt eine ganze Reihe unterschiedlicher Projekte, die auf dem Energieträger basieren: Angefangen von Zügen, die Brennstoffzellen mit Wasserstoff und Batterien kombinieren, über Wasserstofftankstellen für PKW und LKW bis hin zu Industrieunternehmen, die grünen Wasserstoff in der Stahlherstellung einsetzen. Der Beitrag zeigt, dass Technologien wie die Dampf-Elektrolyse des Dresdner Cleantech-Unternehmens Sunfire effizienter werden – und damit kurz vor der Kommerzialisierung stehen.

von Martin Jendrischik

Langzeitenergiespeicher mit Wasserstoff – kompakt und sicher

Ein weltweit einmaliges System zur kompakten Speicherung großer Mengen an Energie auf Wasserstoffbasis wird am Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie (Fraunhofer IISB) im bayerischen Erlangen aufgebaut und der elektrische Teil in ein effizientes Gleichstromnetz integriert. Die Wasserstoffspeicherung erfolgt dabei in einem flüssigen Trägerstoff, der unter normalen Umgebungsbedingungen für Druck und Temperatur gelagert werden kann. Mit ihrer Demonstrationsanlage untersuchen die Erlanger Forscher, wie ein solcher Energiespeicher zur sicheren und sauberen Energieversorgung von Industriebetrieben und größeren Gebäudekomplexen durch saisonale Energiespeicherung beitragen kann.

von Johannes Geiling (Fraunhofer IISB)

Gasetagenheizungen der Arten C4, C8 und B3 – Alternativen bei der Erneuerung von mehrfachbelegten Abgasanlagen

Seit September 2015 gelten für neue Heizgeräte EU-weit einheitliche Mindeststandards; Heizkessel müssen seitdem mindestens den Standard der Brennwerttechnik erreichen (ausgenommen sind B1-
Gasetagenheizungen für Mehrfachbelegung). Wird ein alter Kessel ausgetauscht, so muss daher stets der Schornstein für die Abgasabführung im Überdruck geeignet sein und gegen Kondensat ertüchtigt werden, also feuchtebeständig sein. Handelt es sich um eine mehrfach belegte Abgasanlage der Arten C4, C8 oder B3, sind alle am Schornsteinstrang angeschlossenen Gasgeräte betroffen. In einem Expertengremium des DVGW wurden vor diesem Hintergrund Handlungsempfehlungen erarbeitet: Einige Lösungsansätze vermeiden einen sofortigen Austausch aller Geräte an einem gemeinsamen Schornsteinstrang. Sind die installierten Geräte ohnehin schon recht alt, lohnt sich die Modernisierung besonders.

von Jens Schuberth (Umweltbundesamt), Dr. André Wachau (Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung) & Kai-Uwe Schuhmann (DVGW e. V.)

Investitionen in die Infrastruktur von Morgen heute planen

Die Redaktion der „DVGW energie | wasser-praxis“ im Gespräch mit Dr. Christoph Donner, Technischer Geschäftsführer der Harzwasserwerke, über die Wasserwirtschaft im Spannungsfeld zwischen technischem Fortschritt und Wirtschaftlichkeit.

Reinigung und Desinfektion von Trinkwasserversorgungsanlagen

Reinigung – Desinfektion – Trinkwasserversorgungsanlagen: Manche denken bei diesen Begriffen an die Inbetriebnahme von Rohrleitungen oder von Trinkwasserspeichern, andere an das Entfernen einer Kontamination aus bestehenden Anlagen und wieder andere an die Instandhaltung von Rohrnetzen und Behältern. Die Anlässe für diese Maßnahmen sind unterschiedlich und damit auch die dahinterstehenden Aufgaben und Ziele. Der Beitrag möchte vor diesem Hintergrund die verschiedenen Aspekte der Reinigung und der Desinfektion näher beleuchten.

von Dr. Norbert Klein (Hammann GmbH)

Sanierung von Trinkwasserspeichern in Fertigteilbauweise am Beispiel des Trinkwasser-Hochbehälters Möser

Die Trinkwasserversorgung Magdeburg GmbH (TWM) betreibt ein insgesamt 737 km langes Rohrleitungsnetz unterschiedlicher Nennweiten und Materialien mit 33 Druckerhöhungsstationen, 22 Behältern und über 200 Übergabestellen. Um zuverlässig gewährleisten zu können, dass den Kunden jederzeit Trinkwasser in hoher Qualität zur Verfügung steht, müssen die Verteilanlagen gemäß den Anforderungen der „Technischen Regelwerke“ betrieben, gewartet und instandgesetzt werden. Hierzu zählt auch die Sanierung der Trinkwasserspeicher, die nachfolgend anhand des Beispiels des Hochbehälters Möser erläutert werden soll.

von Ingolf Müller (Trinkwasserversorgung Magdeburg GmbH) & Prof. Dr.-Ing. Andrei Walther (Kiwa GmbH)

Neubau eines Trinkwasserspeichers sowie einer Druckerhöhungsanlage

Nachdem an einem ihrer Tiefsammelbehälter ein nicht unerheblicher Sanierungsbedarf diagnostiziert worden war, entschied sich die niedersächsische Stadt Melle zur Erstellung eines Neubaus – auch vor dem Hintergrund, dass eine angestrebte Erhöhung des Nutzvolumens auf dem Bestandsgrundstück nicht möglich war. Der Neubau wurde kostensparend als Fertigteilbehälter ausgeführt und konnte innerhalb eines Jahres fertiggestellt und in das Netz eingebunden werden.

von Stefan Ludewig (Ingenieurbüro Ludewig & Sohn)

Erfahrungen mit der Dauerreihenschaltung von Ultraschallgaszählern im deutschen Gasmarkt

In Deutschland gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Designs von Großgasmessstationen. Die Dauerreihenschaltung von zwei Gaszählern hat sich in den letzten Jahren bei zahlreichen Stationen als Standard etabliert. Dieser Aufbau ist in der deutschen Mess- und Eichverordnung (Anhang 7, 5.6.7) beschrieben [1], wobei zwei Zähler mit unterschiedlichen Messprinzipien verwendet werden sollten. Deren Reihenschaltung erlaubt eine Verlängerung der Eichgültigkeitsdauer jeweils um ein Jahr auf Basis der in diesem Beitrag beschriebenen Bedingungen. Die Vorteile der Ultraschall-Messtechnologie, insbesondere der geringe Druckabfall und die Diagnosemöglichkeiten, haben sich in den letzten Jahren als treibende Kraft bei der Etablierung der Reihenschaltung zweier Ultraschallgaszähler (USZ) herausgestellt.

von Daniel Heinig, Toralf Dietz, Jörg Wenzel & Jürgen Ruschke (alle: SICK AG)

Erfahrungen mit neuartigen Brennwertgebern zur Bestimmung des Brennwertes in < 15 Sekunden

Die Gasbeschaffenheiten in den deutschen Transport- und Verteilnetzen schwanken bereits erheblich, und die Dynamik der Gasbeschaffenheiten wird aus den verschiedensten Gründen weiter zunehmen. Ein Grund hierfür ist das Versiegen der traditionellen Quellen und die Zunahme der Einspeisung von Gas aus unkonventionellen Quellen, doch auch die Marktraumumstellung von L-Gas auf H-Gas trägt zu dieser Entwicklung bei. Diese Trends machen eine schnelle und zuverlässige Brennwertbestimmung erforderlich. An dieser Stelle will der folgende Beitrag einen Lösungsansatz liefern.

von Dr. Achim Zajc (Meter-Q Solutions GmbH)

Smart Metering – und Gas?

Der Smart-Meter-Rollout ist in der Energiebranche in aller Munde: Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind festgezurrt, die ersten Smart Meter Gateways haben den Zertifizierungsprozess der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) bestanden und erwarten nun die finale Zertifizierung durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Mit der Bekanntgabe der erfolgreichen Zertifizierung von mindestens drei Smart Meter Gateways verschiedener Hersteller wird der Rollout in Deutschland großflächig beginnen.

von Anna Carina Gatberg (innogy Metering GmbH)

Integration des branchenspezifischen Sicherheitsstandards Wasser/Abwasser (B3S WA) in ein ISMS gemäß ISO/IEC 27001

Für viele Verbundunternehmen besteht aus dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) die Verpflichtung, ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) auf Grundlage der ISO/IEC 27001 unter Berücksichtigung der ISO/IEC TR 27019 einzuführen, und andererseits die Anforderung des BSI-Gesetzes (BSIG) bezüglich der Einhaltung des Standes der Technik für den KRITIS-Sektor Wasser gegenüber dem BSI nachzuweisen. Letzteres kann durch Umsetzen des Branchenspezifischen Sicherheitsstandards Wasser/Abwasser (B3S WA) erfolgen, der in ein ISMS auf Grundlage der ISO/IEC 27001 integrierbar ist.

von Uwe Marquardt (GELSENWASSER AG) & Peter Thanisch (innogy SE)


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