Ausgabe 08/2020


Inhaltsverzeichnis

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IFAcTs: Spezial 2020

Die IFAT ist mehr als eine Messe, sie repräsentiert das wichtigste Netzwerk der globalen Umweltindustrie – die IFAT ist Impulsgeber! Das zeigt auch das IFAcTs-Spezial der DVGW energie | wasser-praxis.

Gefährdungsanalyse und Instandhaltung von Grundwassermessstellen

Grundwassermessstellen sind unverzichtbar, um insbesondere die Beschaffenheit und die Wasserstände des Grundwassers regelmäßig und zutreffend überprüfen zu können, und sind damit ein wichtiger Teil des
Anlagevermögens eines Betreibers. Trotz dieser wichtigen Rolle werden sie jedoch im Hinblick auf Wartung und Instandhaltung oft stiefmütterlich behandelt und im schlimmsten Fall gar vergessen. Der Beitrag erläutert vor diesem Hintergrund, welche Gefährdungen von Grundwassermessstellen ausgehen können, und beschreibt ausführlich, welche Maßnahmen zur Wiederherstellung ihrer Funktion erforderlich sind.

von Prof. Dr. Christoph Treskatis (Bieske und Partner Beratende Ingenieure GmbH)

Impulsgestützte Schüttgutkonsolidierung – hydraulische Veränderungen im Brunnenneubauprozess

Sowohl die Schüttgutkonsolidierung als auch die Brunnenentwicklung mit Impulsunterstützung bewirken „mechanische“ Veränderungen im Filterkieskörper eines Brunnens. Neben der Herstellung einer finalen Lagerungsdichte des Filterkieses erreicht man durch das nachgehende Entfernen von Feinstpartikeln aus der anstehenden Geologie sowie auch von Unterkorn aus der Ringraumschüttung, dass der eingebaute Filterkies seine maximal mögliche Durchlässigkeit erreicht und gleichzeitig ein homogener Übergang zum Grundwasserleiter geschaffen wird. Durch einen Vergleich mehrerer Neubrunnen nimmt dieser Beitrag auf Basis wiederholter geophysikalischer und hydraulischer Messungen im Prozess des Brunnenneubaus eine Abschätzung vor, ob und wenn in welchem Maße das Zuflussverhalten am Brunnen durch die verschiedenen technischen Maßnahmen beeinflusst wird.

von Dr. Stephan Mosch, Oliver Pietzner (beide: Berliner Wasserbetriebe AöR), Karsten Baumann (Bohrlochmessung-Storkow GmbH) & Jeanette Goldbeck (pigadi GmbH)

Nachträgliche Ringraumabdichtung zum Rückbau von Brunnen und Grundwassermessstellen

Der Rückbau von Brunnen, Grundwassermessstellen oder Bohrungen ist für den Bauherrn schon immer eine sowohl technische als auch finanzielle Herausforderung gewesen. Da der Schutz der Ressource Grundwasser einen sehr hohen Stellenwert hat, ist ein qualifizierter Rückbau jedoch unverzichtbar. Vielfach wird dabei das Überbohren der alten Bauwerke präferiert und alternativen Möglichkeiten nur ungenügende Aufmerksamkeit geschenkt. Im Nachfolgenden werden jahrzehntelang praktizierte Methoden der Ringraum-abdichtungen bzw. Nachdichtungen beschrieben und für den Brunnenrückbau Alternativen zum Überbohren und Prüfmethoden zur Erfolgskontrolle dargestellt.

von Karsten Baumann (Bohrlochmessung Storkow GmbH), Sven Tewes, Daniel Lang (beide: NBB Nord Bohr und Brunnenbau GmbH) & Ronald Rogge (HAMBURG WASSER)

Begrenzung des Chloratgehaltes in Natriumhypochloritlösungen

Natriumhypochlorit kommt im Rahmen der zentralen Trinkwasser-aufbereitung zum Einsatz und wird dort als Desinfektionsmittel verwendet. Bei der Herstellung, dem Transport und der Lagerung von Natriumhypochlorit kann Chlorat entstehen und in der Folge in das Trinkwasser eingetragen werden. Nachdem Untersuchungen in der Vergangenheit bereits sehr hohe Chloratgehalte im Trinkwasser detektieren konnten, hat der DVGW die Überarbeitung der DIN EN 901 angeregt, um den Chloratgehalt in Natriumhypochloritlösungen stärker zu begrenzen. Das TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser (TZW) hat zur Unterstützung dieser Normungsarbeit im Rahmen eines DVGW-Forschungsvorhabens (Förder-Nr.: W 201825) Möglichkeiten der Begrenzung des Chloratgehaltes in Natriumhypochloritlösungen untersucht.

von Dr. Burkhard Wricke & Katrin Bornmann (beide: TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser, Außenstelle Dresden)

Nutzung der Lenkungsfunktion neuer Preismodelle in der Fernwasserversorgung

Der Klimawandel und qualitative Belastungen der Rohwasserressourcen sorgen in vielen Regionen Deutschlands dafür, dass das Wasserdargebot zunehmend unter Druck gerät. Wasserversorger greifen in diesem Fall häufig auf Wasserlieferungen von Fernwasserversorgern zurück, um Bevölkerung und Industrie auch in Spitzenlast-Zeiten zuverlässig mit Trinkwasser versorgen zu können. In diesem Zusammenhang gewinnen anreizorientierte Preismodelle kontinuierlich an Bedeutung; erlauben Preise es doch, eine Signalfunktion bezüglich der Kapazitätsauslastung und somit – unter bestimmten Voraussetzungen – eine Lenkungsfunktion zu übernehmen. Der Beitrag beschreibt die grundsätzlichen Anforderungen an ein solches Preismodell und skizziert eine mögliche Ausgestaltung.

von Dr. Christoph Donner (Harzwasserwerke GmbH), Prof. Dr. Mark Oelmann, Christoph Czichy (beide: MOcons GmbH & Co. KG) & Siegfried Gendries (Welver)

Simulation des Spülvorgangs von Gasrohrleitungen

Die Instandhaltung der bestehenden Gasinfrastruktur sowie deren Erweiterung sind entscheidend für eine zuverlässige und sichere Versorgung mit dem Energieträger. Sowohl bei Erweiterungs- als auch bei Instandhaltungsaufträgen sind die Neuverlegung von Rohrleitungen und alle damit verbundenen Arbeitspakete essenziell für die Realisierung des Vorhabens. Eines dieser Arbeitspakete ist das Spülen der Rohrleitung, das in diesem Beitrag im Rahmen einer Strömungssimulation genauer betrachtet wurde. Die dargestellten Ergebnisse basieren auf einem im Jahr 2019 an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) in Zusammenarbeit mit der Gasnetz Hamburg GmbH durchgeführten Masterprojekt.

von Moritz Laack (HAW Hamburg/Gasnetz Hamburg GmbH), Gerd Schaldach (Gasnetz Hamburg GmbH) & Prof. Dr.-Ing. Peter Wulf (HAW Hamburg)

Maßnahmen zur technischen Reduzierung von Methanemissionen im Gasverteilnetz

Der Energieträger Erdgas soll nach Einschätzung des Bundeswirtschaftsministeriums auch über das Jahr 2030 hinaus ein wichtiges Element der Energiewende sein und die erneuerbaren Energien optimal ergänzen. In diesem Zusammenhang ist es unerlässlich, die Methanemissionen des Erdgassektors entlang der gesamten Wertschöpfungskette weiter zu reduzieren. Wie dies gelingen kann und welche konkreten Handlungsempfehlungen für Gasnetzbetreiber, Hersteller wie auch für Regelsetzung und Politik bestehen, wurde im Rahmen des DVGW-Forschungsprojekts „ME-Red DSO“ (Förder-Nr.: G 201813) eingehend untersucht.

von Anna Köllmer & Charlotte Große (beide: DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH)

Gas-Druckregelanlagen nach dem DVGW-Arbeitsblatt G 491:2020 – Schnittstellen zwischen den Gasversorgungsnetzen – Teil 1

Über das mehr als 500.000 km lange deutsche Gasversorgungsnetz wurde im Jahr 2018 eine Energiemenge von 928 Terawattstunden (TWh) [1] an die Endverbraucher verteilt. Mehr als 60.000 Gas-Druckregelanlagen (GDRA) bilden dabei die Schnittstelle sowohl zwischen den Netzen unterschiedlicher Druckstufen als auch zu den Verbrauchsanlagen. Die im April 2020 erschienene neue Ausgabe des DVGW-Arbeitsblattes G 491 [2] bildet die Grundlage für Planung, Errichtung, Prüfung und Betrieb dieser Anlagen. In vorliegenden ersten Teil dieses Fachbeitrags wird das DVGW-Arbeitsblatt G 491 in den europäischen und deutschen Rechtsrahmen eingebettet, zudem sollen Bezugsnormen, Schutzziele und aktuelle Anforderungen des Arbeitsschutzes an Regelanlagen thematisiert werden. Der Abschluss des ersten Teils widmet sich dem Inverkehrbringen von Bauteilen der GDRA. Unterschiede zwischen Risikoanalyse und -bewertung und der Gefährdungsbeurteilung sowie die Erfüllung sicherheitstechnischer Mindestanforderungen werden diskutiert.

von Jens Kirchner (Renew and Gas GmbH), Andreas Schrader (DVGW e. V.), Dr. Klaus Steiner (Erdgas & Verwandtes) & Jürg Ziegenbalg (Mitteldeutsche Netzgesellschaft Gas mbH)

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