Ausgabe 03/2021


Inhaltsverzeichnis

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twin Nr. 15 Information des DVGW zur Trinkwasser-Installation

Hinweise zur Trinkwasserversorgung auf Volksfesten und ähnlichen Veranstaltungen

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Interview: Initiative „Zukunft Leitungsbau“ – Herausforderungen, Ziele und erste Maßnahmen

Aktuell gehört es zu den wichtigsten Aufgaben im Leitungsbau, die Gas- und Wassernetze sowohl nachhaltig als auch strategisch ausgewogen zu managen, um ihre Funktionsfähigkeit generationsübergreifend sicherzustellen. Darüber hinaus gilt es, Zukunftsthemen wie Europäisierung, Digitalisierung und Fachkräftegewinnung genauso sicher für die Bedürfnisse der Branche zu adaptieren wie die komplexen Anforderungen im Umfeld von Energiewende und Klimawandel. Partnerschaft, Kooperation und ein gemeinsames Engagement als Fundament – dies ist ein Leitmotiv der von Auftraggebern und Auftragnehmern gemeinsam ins Leben gerufenen Initiative „Zukunft Leitungsbau“. Die Redaktion sprach mit Jörg Höhler, Vizepräsident des DVGW, Fritz Eckard Lang, Präsident des Rohrleitungsbauverbands und Andreas Burger, Vorsitzender der Bundesfachabteilung Leitungsbau im Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, über Herausforderungen und Ziele der gemeinsam entwickelten Initiative.

20 m/s – über die Strömungsgeschwindigkeiten in der Gasinfrastruktur

Strömungsgeschwindigkeiten sind für die Auslegung der Gasinfrastruktur eine der wichtigen technischen Größen, um Kapazitäten und Durchsatzreserven festzulegen. Aus dieser Sicht ist es sinnvoll, möglichst hohe Geschwindigkeiten anzustreben, um bei einem bestimmten Druck und Gaszustand eine große Menge fortleiten zu können. Mit steigender Strömungsgeschwindigkeit gehen gleichwohl aber auch steigende Druckverluste, Geräuschemissionen, Erosionen und Schwingungen einher. Druckverluste bei zunehmenden Strömungsgeschwindigkeiten in Rohrleitungen verursachen zusätzliche Kosten für transportbedingte Druckerhöhungen, die durch Anpassung der Geschwindigkeiten begrenzt werden können. In technischen Mindestanforderungen und der Literatur werden deshalb oft Anhaltswerte für die Strömungsgeschwindigkeit bis zu 20 Meter pro Sekunde (m/s) angegeben. Der Beitrag diskutiert diese Empfehlung aus historischer, auslegungsspezifischer, produktabhängiger und sicherheitstechnischer Sicht in Gasanlagen und Leitungen für Erdgas und Wasserstoff.

von Dr. Klaus Steiner (Erdgas & Verwandtes)

Leitfaden für Power-to-Gas-Anlagen: Erfolgreicher Abschluss des Projektes „PORTAL GREEN“

Die Planung, Genehmigung und Inbetriebnahme von Power-to-Gas-Anlagen stellt Anlagenbetreiber aktuell vor große Herausforderungen. Zwar ist das Verwaltungs- und Genehmigungsrecht von technischen Anlagen langjährig etabliert; dessen Anwendung auf Power-to-Gas-Anlagen ist sowohl für die Planer und Betreiber als auch für die zuständigen Behörden bislang noch ein unübersichtliches Terrain. Nur schwer zu kalkulierende Zeit- und Kostenkomponenten sind die Folge. Es fehlt in diesem Zusammenhang an klaren Leitlinien und umfassendem Wissen zum aktuellen Stand der Technik und den anzuwendenden Regeln. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Forschungsprojekt „PORTAL GREEN“ (Förderkennzeichen: 03ET6135) schafft nun Abhilfe: Im Rahmen des Projekts haben die beteiligten Akteure einen zweiteiligen Leitfaden erarbeitet, der sowohl für die Genehmigungsprozesse als auch für technische Aspekte bei Errichtung, Inbetriebnahme und Betrieb von Power-to-Gas-Anlagen ausführliche Hilfestellungen bietet.

von Felix Künkel (DVGW e.V.), Dr. Manuela Jopen, Clemens Heitsch, Pascal Ziegeroski (alle: GRS gGmbH), Marlon Koralewicz (BUW), Jens Hüttenrauch, Anja Wehling, Josephine Glandien (alle: DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH) & Chi Yan Tang (Uniper)

Entwicklung einer Wasserstoffinfrastruktur: über Projekte in die Netzentwicklung

Der Hochlauf einer Wasserstoffwirtschaft macht es erforderlich, parallel eine Wasserstoffinfrastruktur aufzubauen. Denn nur mit einer solchen können Aufkommensquellen mit Abnehmern kosteneffizient verbunden werden. Erste Vorschläge für eine entsprechende deutsche Infrastruktur wurden von den Fernleitungsnetzbetreibern mit dem „visionären Wasserstoffnetz“ und dem „Wasserstoffstartnetz 2030“ vorgestellt. Bei der Entwicklung dieser Vorschläge hat sich insbesondere gezeigt, dass die Kenntnis von Projekten wie beispielsweise „GET H2 Nukleus“ eine wesentliche Komponente in der Planung eines Wasserstoffnetzes ist. Somit wird auch bei der Weiterentwicklung des Wasserstoffstartnetzes 2030 im Rahmen des Netzentwicklungsplans 2022–2032 erneut auf eine Marktabfrage zu Wasserstoffprojekten gesetzt. Mit dem European Hydrogen Backbone liegt zudem bereits ein Konzept für ein europaweites Wasserstoffnetz vor.

von Christoph Höft (Open Grid Europe GmbH) & Dr.-Ing. Alexander Heim (Thyssengas GmbH)

Wasserstoff als Baustein der Wärme- und Verkehrswende – das Beispiel der Klimakommune Saerbeck

Die im nördlichen Münsterland gelegene Gemeinde Saerbeck hat es sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 komplett klimaneutral zu sein. Nachdem dieses Ziel im Strombereich durch den in Eigenregie realisierten Bioenergiepark bereits erreicht wurde, möchte die Gemeinde nun unter dem Projektnamen „Klimakommune 2.0“ auch die Sektoren Verkehr und Wärme klimaneutral aufstellen und sich gleichzeitig als Kompetenz- und Transferzentrum etablieren. Welche Rolle der Energieträger Wasserstoff bei diesem Vorhaben spielen soll, wird in diesem Fachbeitrag dargestellt.

von Guido Wallraven (Gemeinde Saerbeck)

Wasserstoff als Baustein im Strukturwandel – das Beispiel der Stadt Herten

Die Stadt Herten, im nördlichen Ruhrgebiet zwischen Emscher und Lippe gelegen, hat in den letzten Jahrzehnten eine erstaunliche Wandlung vollzogen: Noch in den 1970er-Jahren war die große kreisangehörige Stadt die größte Bergbaustadt Europas, bezogen auf die Menge an geförderter Steinkohle. Nur wenige Jahrzehnte später ist Herten seit dem Jahr 2009 die einzige Stadt Europas mit einem kommunalen Technologiezentrum mit dem Schwerpunkt Wasserstoff. Wie es zu dieser Schwerpunktsetzung kam und welchen Beitrag der Energieträger zum Strukturwandel geleistet hat und in Zukunft noch leisten kann, erläutert dieser Fachbeitrag.

von Dr. Babette Nieder (WiN Emscher-Lippe GmbH)

Sulfathaltige Grundwässer durch Nanofiltration nutzbar machen – aerobe und anaerobe Verfahrensvarianten

Aufgrund von wachsenden Einwohnerzahlen steigt der Trinkwasserbedarf der Stadt Hamburg, des Weiteren auch die Spitzenabgaben während Hitzeperioden. Teilversalzene und stark sulfathaltige Grundwässer, wie sie z. B. im Wasserwerk Hamburg-Stellingen vorkommen, können aktuell jedoch nur begrenzt genutzt werden, um die Trinkwasserproduktion in der Hansestadt zu steigern. In dem genannten Wasserwerk werden daher im laufenden BMWi-Projekt SULEMAN verschiedene Verfahrensvarianten der Nanofiltration zur Entfernung von Sulfat getestet. Der Beitrag stellt vor diesen Hintergrund Ergebnisse der anaeroben Behandlung von Brunnenwasser und der aeroben Behandlung von Reinwasser mittels Nanofiltration gegenüber, ergänzt durch die Ergebnisse von Versuchen mit einer neuartigen beschichteten Membran. Ein Ausblick auf die weiteren Projektarbeiten rundet den Beitrag ab.

von Dorothea Mergel, Sebastian Ernst, Elena Jacki, Lynn Massaki Claasen (alle: HAMBURG WASSER), Jakob Stumme & Dr.-Ing. Barbara Wendler (beide: DVGW-Forschungsstelle TUHH)

Erschließung von Wasserressourcen für Ersatzlieferungen an geeignete Industriekunden

Im Forschungsprojekt „MULTI-ReUse“ („Modulare Aufbereitung und Monitoring bei der Abwasser-Wiederverwendung“) haben die beteiligten Akteure erfolgreich eine Referenzanlage für die Wasserwiederverwendung von kommunalem Kläranlagenablauf konzipiert. Standort der Anlage war die niedersächsische Stadt Nordenham. Das Projekt wurde von einem interdisziplinären Team aus wissenschaftlichen Einrichtungen, Anwendern aus Wasserversorgung und Industrie, Lieferanten sowie Anlagenbauern bearbeitet und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Dieser Fachbeitrag erläutert das Vorhaben und gibt einen Ausblick auf potenzielle Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis.

von Anja Rohn, Dr. Andreas Nahrstedt, Anil Gaba, Barbara Zimmermann, Dr. Andreas Nocker, Dr. Gerhard Schertzinger, Kristina Wencki & Timo Jentzsch (alle: IWW Zentrum Wasser)

Interview: Neue Perspektiven und Handlungsansätze für den Gremienverbund von AGFW, DVGW, rbv und VDE

Seit Januar 2020 hat der „Gremienverbund Facharbeiter, Meister und Techniker“ von AGFW, DVGW, rbv und VDE einen neuen Obmann. Vor dem 39-jährigen Ausbildungsleiter Daniel Plötz (Avacon Netz GmbH), seinem künftigen Stellvertreter Klaus Fischer (Bayernwerk Netz GmbH) und den beteiligten Partnern liegt die verantwortungsvolle Aufgabe, die durch die Corona-Krise beschleunigte „neue Normalität“ der betrieblichen Aus- und Weiterbildung aufzugreifen und zukunftsorientierte Handlungsansätze für die Branche zu generieren. Die Redaktion der „DVGW energie | wasser-praxis“ hat vor diesem Hintergrund mit beiden über die zukünftigen Herausforderungen sowie eine Umfrage unter den Auszubildenden der Avacon AG gesprochen.


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