Ausgabe 04/2022


Inhaltsverzeichnis

 

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Mehr Effizienz im Leitungsbau: Interaktion digitalisieren – Prozesse professionalisieren

Zentrale Handlungsfelder der Initiative „Zukunft Leitungsbau“ zielen darauf ab, Bürokratie abzubauen, die Kommunikation zwischen Auftraggebern und -nehmern zu verbessern, administrative Prozesse zu verschlanken und mehr Transparenz im Miteinander herzustellen. Hier bietet gerade auch die Digitalisierung konkreter Interaktionsbereiche für beide Baupartner ein hohes Potenzial für mehr Effizienz und Zeitersparnis. Der vorliegende Teil der Beitragsserie wirft einen Blick in die diesbezügliche Praxis von zwei Leitungsbauunternehmen und zeigt, dass die Ansätze ebenso vielfältig wie zielführend sind.

von Andreas Hüttemann (Rohrleitungsbauverband e. V.)

CO2-Transport in Leitungen – nach welchen Regeln?

Der Transport von Kohlendioxid vom Ort seiner Entstehung zur weiteren Speicherung bzw. Nutzung wird mit Blick auf die anspruchsvollen Klimaschutzziele in den nächsten Jahren in Deutschland weiter an Bedeutung gewinnen. Je größer die Menge dabei wird, desto sinnvoller und rentabler wird der leitungsgebundene CO2-Transport werden. Die ersten Regelwerke des DVGW für Kohlendioxidleitungen liegen vor, und weitere sind in der Erarbeitung. Allerdings bestehen aktuell noch juristische Schwachstellen auf Gesetzes- und Verordnungsebene, die einen zukünftigen Einsatz der Regelwerke und damit letztlich der notwendigen Leitungen erschweren oder verhindern könnten. Vor diesem Hintergrund gibt der vorliegende Beitrag einen Überblick über die relevanten (inter-)nationalen Regelwerke, erläutert deren juristische Schwachstellen und formuliert abschließend einen Lösungsansatz.

von Dr. Michael Neupert (Kümmerlein, Simon & Partner Rechtsanwälte mbB) & Dr.-Ing. Achim Hilgenstock (Dr. Hilgenstock Consulting)

Vor- und Nachteile von Methanol für die Energiewende

Auf dem Weg zur weitgehenden Klimaneutralität weltweit werden derzeit viele Projekte und Ankündigungen rund um Wasserstoff gemacht – dabei tritt ein Punkt regelmäßig zum Vorschein: Für eine flächendeckende Versorgung mit grünem Wasserstoff müssen Herausforderungen hinsichtlich Logistik und Infrastruktur überwunden werden. So ist die Kompression von Wasserstoff aufgrund des geringen Molekulargewichts mit einem vergleichsweise hohen Energieaufwand verbunden, während die geringe Molekülgröße hohe Anforderungen an Dichtungen und Tanks stellt. Als Transportalternative wird unter anderem flüssiges Methanol diskutiert. Doch welche Rolle kann dieser Wasserstoffträger bei der Energiewende und dem Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft spielen?

von Volker Harbusch (SIQENS GmbH)

Werden unsere wasserwirtschaftlichen Entscheidungen durch Digitalisierung und KI in Zukunft besser?

Die Digitalisierung ist längst auch in der Wasserwirtschaft angekommen und gewinnt im Alltag der deutschen Wasserversorgungsunternehmen stetig an Bedeutung. Immer häufiger stellt sich dabei für die Branchenakteure die Frage, wie die wachsende Menge an Daten möglichst effektiv genutzt werden kann – z. B. bei der Entscheidungsfindung. Der nachfolgende Fachbeitrag gibt hierzu einen Überblick über den Status quo und beantwortet wichtige Fragen rund um den Einsatz von digitalen Zwillingen, Augmented Intelligence und weiteren digitalen Technologien.

von Prof. Dr. Christoph Donner, Hendrik Rösch (beide: Harzwasserwerke GmbH), Gregor Johnen & Prof. Dr.-Ing André Niemann (beide: Universität Duisburg-Essen)

Entscheidungsunterstützung zur optimierten Betriebsweise von Geräuschpegelloggern

Geräuschpegellogger sind akustische Verfahren zur Vorortung und eventuellen Lokalisierung von Leckagen. Mit ihrer Hilfe können Wasserversorger die Laufzeit von Leckagen und damit Wasserverluste im Rohrnetz effektiv reduzieren. Im Rahmen eines von E.ON SE geförderten Forschungs- und Entwicklungsprojektes wurde ein Excel-basiertes Entscheidungsunterstützungssystem für verschiedene Betriebsweisen dieser Logger entwickelt. Es erlaubt dem Anwender, durch eine Rohrnetzbewertung die Positionierung der Logger risikobasiert zu verbessern und verschiedene Betriebsszenarien unter technisch-wirtschaftlichen Gesichtspunkten miteinander zu vergleichen. Methodik, Anwendung und Ergebnisse des Excel-Tools werden in diesem Beitrag anhand eines Fallbeispiels der Leitungspartner GmbH erläutert.

von Martin Offermann, Dr. Angelika Becker (beide: IWW Zentrum Wasser) & Volker Diekemper (Leitungspartner GmbH)

KRITIS oder nicht? Was für eine Frage!

Die Versorgung mit Trinkwasser ist für die Bevölkerung lebensnotwendig und von zentraler Bedeutung, sodass die entsprechenden Anlagen und Einrichtungen der Wasserversorgungsunternehmen in Deutschland zur sogenannten kritischen Infrastruktur zählen. In den letzten Jahren ist zu beobachten gewesen, dass sich neben physischen Bedrohungen insbesondere die Bedrohungslage durch Cyberangriffe stetig verschärft hat. Der Fachbeitrag erläutert in diesem Zusammenhang konkrete Schutzmaßnahmen für die Wasserwirtschaft und geht auf verschiedene Sicherheitsindikatoren ein.

von Manfred Godek (Monheim)

Bewertungsmatrix zur Durchführung von Instandhaltungsmaßnahmen an KKS-geschützten Gas- und Wasserinfrastrukturen

Metallische Rohrleitungssysteme werden üblicherweise durch eine Kombination von passiven und aktiven Korrosionsschutzmaßnahmen langfristig vor Schäden geschützt. Als aktive Maßnahme hat sich dabei der kathodische Korrosionsschutz (KKS) bewährt. Doch nicht nur die Schutzfunktion macht entsprechende Schutzsysteme für Netzbetreiber attraktiv: Über die Auswertung von KKS-Messwerten aus Wartungs- und Intensivmessungen sowie aus Fernüberwachungssystemen kann der Zustand der Leitungssysteme in Kombination mit Informationen zu Instandhaltungsbefunden sehr genau ermittelt werden. Auf Basis dieser Werte beschreibt der folgende Beitrag die Entwicklung einer Bewertungsmatrix unter Berücksichtigung bestehender Erkenntnisse aus dem Fachbereich. Die Matrix ermöglicht einen objektiven Vergleich von Gas- und Wasserinfrastrukturen, um in der Folge eine zuverlässige Priorisierung für die Durchführung von Instandhaltungsmaßnahmen an Versorgungs- und Transportleitungen vorzunehmen.

von Louisa-Marie Lahr (Avacon Netz GmbH)

Grundlagenforschung für die Dreiphasen- Methanisierung als Teil der Power-to-Gas-Prozesskette

Das am Engler-Bunte-Institut entwickelte Reaktorkonzept des dreiphasigen Blasensäulenreaktors zur Methanisierung wird stetig optimiert. Dazu werden neben dem Betrieb einer 100-kW-Demonstrationsanlage auch unterschiedliche Grundlagenuntersuchungen durchgeführt [1]. Aktuelle Forschungsarbeiten haben das Ziel, das Verständnis der Hydrodynamik auf lokaler Ebene zu vertiefen und somit die Vorgänge im Methanisierungsreaktor vollumfänglich beschreiben und den Reaktor präzise auslegen zu können. Im Rahmen einer am EBI durchgeführten Masterarbeit wurde für die Untersuchung der Hydrodynamik eine optische Nadelsonde als Messtechnik eingesetzt und validiert [2]. Die Ergebnisse der Arbeit sollen in diesem Fachbeitrag vorgestellt werden.

von Janina Leiblein, Friedemann Mörs, Dr. Frank Graf & Prof. Dr. Thomas Kolb (alle: Engler-Bunte-Institut des Karlsruher Instituts für Technologie)

Verfahrenstechnische Auswirkungen einer Einspeisung von Wasserstoff auf eine Verdichterstation

Der Anteil von Wasserstoff im deutschen Gasverteilnetz wird mit Blick auf die angestrebte Energiewende in Zukunft weiter ansteigen – mit Folgen nicht nur auf die Endgeräte, sondern auch auf die Anlagenkomponenten der Verteilnetzinfrastruktur. Vor diesem Hintergrund hat eine mit dem DVGW-Studienpreis Gas ausgezeichnete Abschlussarbeit untersucht, welche verfahrenstechnischen Auswirkungen eine solche H2-Einspeisung mit sich bringt. Der vorliegende Beitrag fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen.

von Johanna Göllner (Open Grid Europe GmbH)

Studie untersucht Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Energiewirtschaft

Die Energiewirtschaft ist aufgrund ihrer Altersstruktur eine der vom demografischen Wandel am stärksten betroffenen Branchen in Deutschland. Die Abteilung für Arbeits- und Organisationspsychologie der Goethe- Universität Frankfurt will vor diesem Hintergrund zusammen mit der Personalberatung Callidus Energie im Rahmen eines groß angelegten Forschungsprojektes herausfinden, welche Auswirkungen der demografische Wandel auf den Arbeitsmarkt sowie auf die Beschäftigten in den Unternehmen hat.

von Ron-Arne Sydow (Callidus Energie GmbH)


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