Ausgabe 05/2022


Inhaltsverzeichnis

 

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Trinkwasserversorgung der Zukunft: DVGW präsentiert auf der IFAT Technologien und Innovationen

Drei aufeinander folgende Trockensommer zwischen 2018 und 2020 haben der deutschen Bevölkerung eindringlich vor Augen geführt, dass der Klimawandel längst auch hierzulande angekommen ist. Die entsprechenden negativen Folgen bekommen auch die Wasserversorgungsunternehmen immer stärker zu spüren, und für viele Branchenakteure wird der Umgang mit längeren Trocken- und Dürreperioden sowie ungewöhnlich hohen Temperaturen bereits in naher Zukunft zum Berufsalltag gehören. Umso wichtiger wird es zur Bewältigung dieser Folgen werden, intelligente Lösungen für das Management der Anlagen bereitzustellen, die Infrastruktur anzupassen sowie die Trinkwasserqualität sicherstellen zu können. Auf der diesjährigen IFAT in München präsentiert der DVGW vor diesem Hintergrund Technologien und Innovationen, die ein modernes Ressourcen- und Anlagen-Management unterstützen.

Die Entwicklung der Water Safety Plans in Luxemburg – webbasierte Dienste zur Sicherung der Trinkwasserqualität

Risikobasierte Ansätze zur Sicherstellung der Trinkwasserqualität sollen im Rahmen der Umsetzung der neuen EU-Trinkwasserrichtlinie in nationales Recht verpflichtend eingeführt werden. Je nachdem, wie weit die Einführung eines Risikomanagements für die Wasserversorgung ist, kann die Umsetzung der Vorgaben aus der EU-Trinkwasserrichtlinie eine große Herausforderung für die Mitgliedstaaten darstellen. Ein Beispiel für eine digitale Lösung in Form einer von Wasserversorgern und Behörden zugänglichen Webapplikation soll in diesem Beitrag anhand der Entwicklungen in Luxemburg aufgezeigt werden.

von Martin Offermann (IWW Zentrum Wasser), Catherine Krack, Ann-Hélène Faber, Nabila Adjaoud & Brigitte Lambert (alle: Administration de la gestion de l‘eau, Luxemburg)

Steuerung eines Tiefbrunnens mittels photometrischer Nitratsonde

Nitrat- und Pflanzenschutzmitteleinträge stellen nachhaltig wirkende qualitative Belastungen für die Trinkwassergewinnung dar. Brunnen oder Quellfassungen mit dauerhaften Belastungen über den Grenzwerten werden außer Betrieb genommen und Ersatzmaßnahmen zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit eingerichtet. Längerfristige Außerbetriebnahmen von technisch funktionierenden Brunnen und Quellfassungen sind vor dem Hintergrund der inzwischen auch in der Wassergewinnung spürbaren Folgen des Klimawandels (z. B. in Form von längeren Spitzenentnahmen und damit verbundenen intensiven Ressourcennutzungen und einem allmählich zurückgehenden Grundwasserdargebot) kaum zu substituieren. In Versorgungsbereichen mit von Natur aus wenig ergiebigen Grundwasserleitern und bei Inselversorgungen wirken sich die Folgen des Klimawandels bereits heute auf die Anlagen- und Ressourcenresilienz aus.

von Prof. Dr. habil. Christoph Treskatis (Bieske und Partner Beratende Ingenieure GmbH)

Künstliche Grundwasseranreicherung im Wasserwerk Haltern

Das im Jahr 1908 erbaute und im nördlichen Ruhrgebiet gelegene Wasserwerk Haltern der GELSENWASSER AG versorgt eine Million Menschen und zahlreiche Gewerbe- und Industriebetriebe zuverlässig mit Trinkwasser. Rund 70 Prozent des Trinkwassers werden dabei durch eine künstliche Anreicherung des Grundwassers gewonnen, wobei das in den beiden Talsperren Haltern und Hullern gespeicherte Oberflächenwasser über die bis zu 200 m mächtigen Schichten der Halterner Sande mittels Versickerungsbecken in tiefe Bodenschichten geleitet wird. Der vorliegende Fachbeitrag beschreibt dieses Verfahren und erläutert, warum das Zusammenspiel der Standortverhältnisse ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Versorgungssicherheit in der Region ist.

von Martin Böddeker (GELSENWASSER AG)

Mit der Klimaschutz-Modellregion Sauerland entsteht das Energiesystem der Zukunft!

Die Redaktion im Gespräch mit Dr. Andreas Breuer, Leiter Wasserstoff der Westnetz GmbH, über die Umsetzung des Projektes „HydroNet – Klimaschutz-Modellregion Sauerland“, die unterschiedlichen Technologiepfade zur Wasserstoffproduktion und die Voraussetzungen, um bereits in wenigen Jahren mit einer Wasserstoffversorgung beginnen zu können.

Phased-Array-Ultraschalltechnik – die Zukunft der zerstörungsfreien Prüfung von Schweißverbindungen an dünnwandigen Rohren

Die Phased-Array-Ultraschalltechnik (PAUT) gewinnt im Bereich der zerstörungsfreien Prüfverfahren im Rohrleitungs- und Behälterbau immer mehr an Bedeutung und bietet gegenüber der Durchstrahlungsprüfung zahlreiche Vorteile – insbesondere bei der Prüfung von Schweißverbindungen an dünnwandigen Rohren (Wanddicke < 8 mm). Im Rahmen einer Kooperation zwischen der Westnetz GmbH und der GSI SLV Duisburg wird eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, die Unregelmäßigkeiten in Schweißverbindungen von dünnwandigen Rohren mittels PAUT zuverlässig und sicher auffinden soll. Der vorliegende Fachbeitrag gibt zunächst einen Überblick über die Funktionsweise der Technologie und beschreibt dann die Ergebnisse der Studie.

von Hendrik Schoppen (Westnetz GmbH) & Marco Stausberg (GSI SLV Duisburg)

H²-Start-ups benötigen keine standardisierten Accelerator- Programme, sondern individuelles Venture Building und eine robuste Finanzierung mit langem Atem!

Die Redaktion der DVGW energie | wasser-praxis im Gespräch mit Dr. Klemens Gaida, dem Geschäftsführer der 1stMOVER Management GmbH, über die Wasserstoff-Start-up-Szene in Deutschland und Europa, den bevorstehenden H2-Markthochlauf und damit verbundene Treiber und Risikofaktoren.

Forschungsprojekt ME DSO abgeschlossen: deutlich geringere Methanemissionen im Gasverteilnetz als bisher angegeben

Das Forschungsprojekt ME DSO (DVGW-Förderkennzeichen: G 201812) hatte nicht nur die Inventur der Datenlage zur Abschätzung von Methanemissionen aus dem deutschen Gasverteilnetz zum Ziel, sondern es sollte auch ein repräsentatives Messprogramm zur Erhebung der erforderlichen Daten entwickeln und durchführen. Die Ergebnisse zeigen, dass die ermittelten Emissionsfaktoren (EF) für erdverlegte Rohrleitungen und Gas-Druckregel- und -Messanlagen (GDRMA) ca. eine Zehnerpotenz unter aktuell veröffentlichten Emissionsfaktoren liegen. Zudem wurden ein Messorganisationskonzept und Messprotokolle entwickelt, die in  zukünftigen Messkampagnen zum Einsatz kommen können, um die einheitliche Durchführung von Messungen sowie Standardisierungsbestrebungen zu unterstützen.

von Charlotte Große, Melanie Eyßer, Stefanie Lehmann, Jenny Sammüller, Marco Behnke (alle: DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH) & Klaus Peters (Westnetz GmbH)

Dezentrale Elektrolyseure machen unser Energiesystem resilienter, sparen Netzausbaukosten und produzieren grünen Wasserstoff!

Eine aktuelle Studie der Green Planet Energy eG prophezeit kleinen, dezentralen Elektrolyseuren eine verheißungsvolle Rolle im Hinblick auf die Dekarbonisierung des Energiesystems bis zum Jahr 2045. Wir haben mit Carolin Dähling, stellvertretende Bereichsleiterin Politik und Kommunikation bei der Ökoenergiegenossenschaft Green Planet Energy, über Motivation, Ziele und Ergebnisse der Studie gesprochen.

Rückblick auf das 9. Kolloquium der Bildungsgremien – Teil 1

Am 16. und 17. März 2022 hat das 9. Kolloquium der Berufsbildungsgremien von AGFW, BDEW, DVGW, rbv und VDE zum zweiten Mal in Folge als Online-Veranstaltung stattgefunden. Der folgende Beitrag fasst die wichtigsten Statements und Ergebnisse des ersten Veranstaltungstages zusammen; über die Themen des zweiten Veranstaltungstages wird in der nächsten Ausgabe dieser Zeitschrift berichtet.

von Konstanze Eickmann-Ismail (DVGW Berufliche Bildung)


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