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Stromproduktion aus Erdgas erreicht 2019 Rekordwert

Stadtwerke Düsseldorf

Moderne Gaskraftwerke wie der hier gezeigte Block "Fortuna" der Stadtwerke Düsseldorf sind ein wichtiges Instrument, um die volatile Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auszugleichen.

Nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) hat die Stromerzeugung aus Erdgas im vergangenen Jahr einen neuen Rekordwert erreicht: Insgesamt 91,3 Terawattstunden (TWh) Strom wurden auf der Basis des Energieträgers erzeugt, so viel wie noch nie zuvor. Damit überholt Erdgas erstmals bei der Bruttostromerzeugung die Steinkohle und ist – hinter Braunkohle und Windkraft – damit der drittwichtigste Energieträger.
 

 

Eine weitere wichtige Erkenntnis aus der Statistik ist, dass Erdgas als einziger fossiler Energieträger seinen Anteil an der Bruttostromerzeugung in 2019 steigern konnte. Grund dafür dürfte sein, dass die Bundesrepublik zwar ihre ehrgeizigen Klimaschutzziele erreichen will, der dafür zwingend notwendige Ausbau der erneuerbaren Energien sowie der entsprechenden Infrastruktur jedoch stagniert. Hier kann Erdgas seine Vorteile als wichtige Brückentechnologie voll ausspielen: Der Energieträger ist grundlastfähig und damit in der Lage, die volatile Erzeugung aus erneuerbaren Quellen optimal zu ergänzen. Zudem ist der Ausstoß an klimaschädlichem CO2 deutlich geringer als bei Kohle und Öl – wird bei der Stromerzeugung also verstärkt Gas statt Braun- oder Steinkohle eingesetzt, so reduziert dies die entsprechenden Emissionen.

Die vollständige Tabelle der Bruttostromerzeugung kann auf der BDEW-Webseite als PDF eingesehen werden.