Markt

Bleifreie Armaturen für Leipziger Wasserwerke

Wilhelm Ewe GmbH & Co. KG

Bleifreie EWE-Armaturen

Mit seinem technischen Ausschuss treibt der Gesamtverband Messing-Sanitär e. V. (GMS) die Weiterentwicklung von zukunftsfähigen Sanitärwerkstoffen voran. Ergebnis des regelmäßigen Austausches von Vormaterial- und Bauteilherstellern im Verband ist die GMS-Werkstoffliste, die branchenweit anerkannt ist, wenn es um die Bewertung der technischen Eignung von Sanitärwerkstoffen geht. GMS-Mitglieder wie EWE-Armaturen setzen sich aktiv für die Förderung zukunftssicherer Trinkwasser-Installationen ein. So hat der Braunschweiger Hersteller von Hausanschluss-Armaturen bereits vor zwölf Jahren den bleifreien Werkstoff CW724R eingeführt. Mit dem Einbau von Armaturen aus diesem Werkstoff bei den Leipziger Wasserwerken war EWE einer der Vorreiter für den Einsatz bleifreier Trinkwasser-Installationen.

Ein Treiber für den zunehmenden Einsatz bleiarmer und -freier Werkstoffe ist die Reduktion des Grenzwertes für Blei in der Trinkwasserverordnung (TrinkwV), insbesondere in der 2013 in Kraft getretenen Novelle. Seitens der Kunden gab es jedoch bereits weit vor dieser regulatorischen Vorgabe einen Bedarf für Werkstoff-Alternativen – u. a. bei den Leipziger Wasserwerken, die seit Jahrzehnten die Produkte des Braunschweiger Herstellers beziehen. „Unser Versorgungsgebiet im Großraum Leipzig ist historisch geprägt durch einen hohen Anteil an bleihaltigen Hausanschlüssen, die bereits vor dem Krieg verlegt worden waren“, skizziert Frank Lehmann, Fachbereichsleiter Rohrnetz, die Herausforderung. „Wir haben deshalb bereits 2005 begonnen, die Hausanschlussleitungen nach und nach zu sanieren. Zusammen mit EWE haben wir dafür nach technischen Lösungen für zukunftssichere Installationen mit Messingwerkstoffen gesucht.“ Mit dem neuen bleifreien Werkstoff CW724R stand dann ab 2007 das passende Material zur Verfügung. „Wir gehören zu den ersten Anwendern dieses innovativen Werkstoffs und konnten den Wasserwerken bereit nach kurzer Zeit die ersten bleifreien Armaturen liefern“, sagt EWE-Produktmanager Sascha Barkowsky.

 

Programm „bleifrei“: konsequente Sanierung im Großraum Leipzig

Bereits im Vorfeld der Trinkwasser-Novelle 2013 lieferte EWE passende Armaturen für das Programm „Bleifrei 2012“ der Wasserwerke, um die Sanierungsmaßnahmen konsequent bleifrei auszuführen. „Mit einer Investitionssumme von rund 35 Mio. Euro konnten wir so bis 2015 die Hausanschlüsse von rund 13.000 Haushalten mit bleifreien Installationen ausführen“, sagt Frank Lehmann. „Für dieses Projekt haben wir nicht nur bleifreie Armaturen geliefert, sondern auch Wert auf den Korrosionsschutz gelegt“, ergänzt Sascha Barkowsky. Bei Sanierungsmaßnahmen ist dies unbedingt notwendig, „denn erdverlegte Armaturen sind im Vergleich zu Haustechnik-Armaturen besonders korrosionsgefährdet“, stellt der EWE-Produktmanager klar. „Unsere bleifreien Produkte sind nach Regelwerk auf mindestens 50 Jahre Lebens- und Nutzungsdauer ausgelegt und bieten Nachhaltigkeit für die Trinkwasser-Infrastruktur und eine lange Betriebssicherheit.“

Die Umstellung auf bleifreie Werkstoffe in der Produktion war für EWE durchaus eine Herausforderung, denn der Werkstoff erfordert einen getrennten Späne-Recyclingkreislauf und auch die Werkzeuge mussten auf den neuen Werkstoff umgestellt werden. „Hier ist der Austausch im technischen Ausschuss des GMS sehr hilfreich für uns, z. B. wenn es um die Härtegrade der Legierung bei der Anlieferung durch die Vormaterialhersteller geht“, sagt Sascha Barkowsky. „Hier sind uns die Erfahrungen anderer GMS-Mitglieder im Umgang mit dem bleifreien Werkstoff sowie Erkenntnisse aus der Forschung sehr wichtig.“

 

Zukunftssichere Trinkwasser-Installation
Die Leipziger Wasserwerke ziehen bei der Sanierung ihrer Armaturen eine gute Bilanz: „Wir schätzen den direkten Kontakt und die gute Beratung von EWE, und auch die Qualität der bleifreien Produkte passt“, sagt Frank Lehmann und betont: „Der bleifreie Werkstoff ist für die Anwendung sehr gut geeignet und leicht zu verarbeiten.“ Beide Partner sehen sich damit gut gerüstet für zukünftige Herausforderungen, insbesondere was die regulatorische Seite betrifft: „Die weitere Reduktion des Bleigrenzwertes ist absehbar – nicht nur im Kontext der Trinkwasserverordnung, sondern beispielsweise auch über die Chemikalien-Verordnung REACH“, sagt Sascha Barkowsky. „Versorgungsunternehmen können mit dem Einsatz von bleifreien Armaturen dem Minimierungsgebot der Trinkwasserverordnung bereits heute nachkommen.“

Weitere Informationen rund um das Thema finden Sie auf den Webseiten der EWE-Armaturen sowie des Gesamtverbandes Messing-Sanitär e. V.


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