Politik

BMWi fördert Forschung für Energiewende im Verkehr

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Ob in Autos, Lastkraftwagen, Flugzeugen oder Schiffen – strombasierte synthetische Kraftstoffe können in ganz unterschiedlichen Anwendungen zum Einsatz kommen und dort fossile Energieträger ersetzen. Sie haben das Potenzial, einen entscheidenden Beitrag zur Dekarbonisierung des Verkehrs zu leisten, die Energiewende im Verkehr umzusetzen und eine nachhaltige, globale Mobilität zu ermöglichen.

Bereits im Februar 2017 hatte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Förderinitiative Energiewende im Verkehr: Sektorkopplung durch die Nutzung strombasierter Kraftstoffe bekannt gegeben. Eine Fachkonferenz in Berlin am 7. Februar 2019 hat jetzt den Auftakt der Forschungsinitiative markiert.

Insgesamt rund 87 Millionen Euro stellt das BMWi in den kommenden drei Jahren für Forschung, Entwicklung und Demonstration innovativer Technologien und Konzepte für synthetische Kraftstoffe, darunter auch synthetisch hergestelltes Erdgas und Biogas mit Wasserstoffanteilen bereit. Die Ergebnisse aus den Projekten sollen die Kopplung der Sektoren Strom und Verkehr vorantreiben und dadurch eine deutliche Senkung der Treibhausgasemissionen im Bereich der Mobilität ermöglichen. Im Jahr 2022 soll dann eine Roadmap mit Handlungsempfehlungen für die Entwicklung, Produktion und Markteinführung nachhaltiger Kraftstoffe vorgelegt werden.

Insgesamt starten in der Forschungsinitiative Energiewende im Verkehr 16 Projektverbünde, bestehend aus ca. 150 Einzelprojekten, als Kooperationen zwischen Industrie und Forschung. Die wissenschaftliche Begleitforschung des Vorhabens, die ein gemeinsames Dach über die technischen Verbundprojekte spannt, wird durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) geleitet und koordiniert.

Auch der DVGW ist mit seinem Forschungsprojekt MethQuest an der Initiative beteiligt. In MethQuest werden Technologien entwickelt, die die Energiewende durch die Erzeugung und den Einsatz methanbasierter Kraftstoffe aus erneuerbaren Quellen unterstützen. Das Vorhaben hat ein Gesamtvolumen von 32 Mio. Euro und wird vom BMWi mit insgesamt 19 Mio. Euro gefördert.

„Alternative Kraftstoffe sind insbesondere bei großen Transportmengen und Entfernungen, wie im Luftverkehr oder in der Schifffahrt, eine vielversprechende Option zur Umsetzung der Energiewende im Verkehrssektor,“ sagte der Parlamentarische Staatssekretär im BMWi, Thomas Bareiß, anlässlich der Auftaktveranstaltung. „Zudem erweitert die damit verbundene Kopplung der Infrastrukturen für Energie und Verkehr die politischen Handlungsoptionen. Wir unterstützen innovative Forschungsansätze zur Sektorenkopplung, damit die erforderlichen Fortschritte rasch in die Anwendung kommen.“