Politik

Ferngasnetzbetreiber legen konkreten Vorschlag für Grüngasquote vor

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Die Ferngasnetzbetreiber setzen sich für eine Grüngas-Quote ein, mit der verbindliche Vorgaben für einen Mindestanteil erneuerbarer und dekarbonisierter Gase eingeführt werden. Grüne Gase ersetzen fossile Energieträger und können so direkt und übergreifend über alle Verbrauchssektoren zur Reduktion der Treibhausgasemissionen beitragen.

2019 wird das Jahr des Klimaschutzgesetzes, bis zum 20. September soll es vorliegen. Die kommenden Wochen sind also entscheidend, wenn es um die Inhalte des Gesetzes geht. Von der Gaswirtschaft liegen konkrete Lösungen vor, dazu gehört u. a. die technisch ausgereifte Power-to-Gas-Speichertechnologie. Eine gestern vorgelegte Studie der Ferngasnetzbetreiber kommt nun zu dem Ergebnis, dass die Einführung einer Quote für grüne Gase am besten geeignet ist, um die Klimaschutzpotenziale von erneuerbaren und dekarbonisierten Gasen wie Biomethan, synthetischem Methan, grünem und blauem Wasserstoff zu heben. Die Autoren der Studie empfehlen eine konkrete Quotenregelung, die mit einem Wert von 1 Prozent im Jahr 2021 starten und dann bis zum Jahr 2030 schrittweise auf 10 Prozent angehoben werden soll. Das entspräche einem Zuwachs von 59,4 Terrawattstunden auf 66,1 Terrawattstunden im Jahr 2030. Je nach Mix aus erneuerbaren und dekarbonisierten Gasen kann den Berechnungen zufolge in diesem Zeitraum so eine CO2-Reduktion von bis zu 70 Mio. Tonnen erzielt werden. Eine Quotenregelung ist im Vergleich zu anderen Förderinstrumenten das einzige Instrument, das definierte Mengenziele und damit implizit verbindliche CO2-Reduktionsziele sicher erreichen kann, so ein weiteres wesentliches Ergebnis der Studie.