Politik

Verschmutzung des Grundwassers durch Gülle

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In zahlreichen Regionen Deutschlands sind die Böden durch Überdüngung belastet - mit gravierenden Folgen für die Grundwasserqualität.

Die Initiative Stoppt die Gülle-Verschmutzung – Schützt unser Wasser hat Ende Februar eine Petition zum Stopp der Verschmutzung unserer Wasserressourcen durch Gülle an die zu diesem Zeitpunkt amtierende Bundesumweltministerin Barbara Hendricks übergeben. Mit ihrer Petition, die sich an die zukünftige Bundesregierung und die Europäische Kommission richtet, fordert die gemeinsame Initiative von von elf Organisationen, darunter auch der DVGW, wirksame Maßnahmen zum Schutz der Trinkwasserressourcen vor Nitratbelastungen durchzusetzen. Jetzt kommt es darauf an, die bestehenden Verordnungen zum Düngerecht einer umfassenden Evaluierung zu unterziehen. In der Vergangenheit häuften sich Berichte, wonach die Böden in zahlreichen Regionen durch Überdüngung belastet und das Grundwasser gefährdet ist. Sollte sich bei den Nitratmessungen im laufenden Jahr herausstellen, dass der Grenzwert von 50 Milligramm Nitrat pro Liter Grundwasser weiterhin überschritten wird, ist eine Nachjustierung der bestehenden Gesetze  und Verordnungen erforderlich. Gelingt es nicht, die Nitratbelastung durch Gülle und andere stickstoffhaltige Düngemittel merklich zu reduzieren, drohen durch die Wasseraufbereitung Kostensteigerungen für die Verbraucherinnen und Verbraucher. Um bis zu 60 Prozent könnten die Trinkwasserpreise nach Berechnungen des BDEW und des UBA steigen.