Praxis

Arbeiten in Corona-Zeiten

Stadtwerke Düsseldorf

Peter Aymanns in der Querverbundleitwarte der Stadtwerke Düsseldorf

Peter Aymanns ist zufrieden und erleichtert. Der Leiter der Abteilung „Netzführung und Geodaten“ bei der Netzgesellschaft Düsseldorf mbH kann sich auf seine Mitarbeiter*Innen verlassen, die gesamte Abteilung zieht an einem Strang und arbeitet sehr diszipliniert zusammen. Nur so ist es dem Unternehmen gelungen, trotz der Corona-Pandemie ständig besetzt zu sein und so die zuverlässige Versorgung der Stadt Düsseldorf zu gewährleisten.

„Wir mussten uns von heute auf morgen neu aufstellen“
Aymanns berichtet, dass die Corona-Krise großen Einfluss auf den Arbeitsalltag genommen habe: „Wir haben uns in großen Teilen des Unternehmens neu organisiert, um den Betrieb weiterhin, unter größter Berücksichtigung der Gesundheit aller Beschäftigten, aufrechterhalten zu können.“ Zunächst wurden Gruppen gebildet, die sich wochenweise mit Büro-Präsenz und Homeoffice abwechseln. Aymanns selbst kann viele seiner übergeordneten Tätigkeiten – insbesondere die Personalführung und Kommunikation – momentan von zu Hause aus abwickeln. Besonders herausfordernd war die Schnelligkeit bei der Umsetzung dieser Maßnahmen und die begleitende Kommunikation im Prozess. Er und sein Team mussten sich von einem auf den anderen Tag neu aufstellen.

Frühzeitige und umfassende Kommunikation als A und O
Die Sicherstellung der Energie- und Wasserversorgung für Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt ist die wichtigste Aufgabe im Arbeitsbereich des 50-jährigen. Von großer Bedeutung war es, sich schnell neu zu organisieren und die Mannschaft dafür zu sensibilisieren. Insbesondere die bereits erwähnte Separation von Schichten im 24/7-Betrieb der Netzleitstelle und des Entstörungsdienstes war für alle Beteiligte eine große Herausforderung. Auch die Einrichtung und Umsetzung einer Vielzahl von Hygienemaßnahmen am Arbeitsplatz gehörte dazu. „Mir persönlich ist durch die Pandemie noch einmal klar geworden, wie wichtig es ist, frühzeitig und umfassend zu kommunizieren, sowohl intern als auch extern. Das gesamte Unternehmen muss täglich auf dem Laufendem gehalten werden“, sagt Aymanns. Man habe sehr früh mit der Krisenkommunikation begonnen und im Unternehmen eine eigene Task Force aus Fach- und Führungskräften gebildet – eine Maßnahme, die sich auszahle. Außerdem sei die Balance zwischen guter Vorbereitung, z. B. im Notfall- und Krisenmanagement, und der Fähigkeit, spontan auf Veränderungen reagieren zu können, sehr wichtig.

Daseinsvorsorge ist keine Selbstverständlichkeit
Peter Aymanns wünscht sich für die Zeit nach der Pandemie, dass die Menschen ein zunehmendes Verständnis dafür entwickeln, die Aufgaben seines Unternehmens als eine der wesentlichen Aufgaben der Daseinsvorsorge zu begreifen: „Die Aufrechterhaltung der Energie- und Wasserversorgung einer ganzen Stadt ist in den Augen vieler Menschen eine Selbstverständlichkeit. Dabei bedarf es umfangreicher Planung, Disziplin und vor allem vieler kluger Köpfe und intelligenter Infrastrukturen.“