Praxis

Flughafen München testet Biogas-Bus

Flughafen München GmbH

Am Flughafen München fährt ein neuer CO2-neutraler Passagierbus, der die Vorteile eines konventionellen Verbrennungsmotors mit den Vorzügen eines Elektroantriebs kombiniert. Betankt wird der Bus mit flüssigem Biogas, das einen Motor antreibt. Die so erzeugte Energie wird in einer kleinen Pufferbatterie zwischengespeichert, die die elektrische Antriebsachse des Busses mit Strom versorgt. Gerade bei Passagierbussen mit langen Betriebszeiten oder häufigen Starts und Stopps sollen sich die Vorteile des „CMF-Drive“ genannten Systems bezahlt machen, da die Bremsenergie rückgewonnen und ebenfalls in der Pufferbatterie zwischengespeichert werden kann.

Im Gegensatz zum reinen Elektroantrieb profitieren Flottenbetreiber von einer hohen Reichweite von bis zu 800 Kilometern sowie einer zügigen Betankung. So lassen sich in fünf Minuten rund 500 Liter Biogas tanken. Zusätzlich werden im Vergleich zu konventionellen Dieselbussen die Schadstoffemissionen deutlich reduziert, auch die Lärmemissionen sind spürbar niedriger.

„Wir haben das ambitionierte Ziel, die CO2-Emissionen an unserem Flughafen weiterhin konsequent zu reduzieren und langfristig auf null zu fahren“, betont Jost Lammers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH. „Dafür führen wir eine Vielzahl von CO2-Einsparmaßnahmen durch. Dazu zählt auch, dass wir unsere Fahrzeugflotte auf erneuerbare Energien umstellen."