Praxis

Trinkwasser- und Gasversorgung in Krisenzeiten

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Hohe Sicherheits- und Qualitätsstandards gewährleisten, dass nach aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand eine Verbreitung des Corona-Virus über die Trinkwasserversorgung ausgeschlossen werden kann. Gegenteilige Erkenntnisse sind nicht bekannt und auch das Umweltbundesamt schätzt eine Verbreitung des Virus über das Trinkwasser als höchst unwahrscheinlich ein.

Auch auf die Energieversorgung in Deutschland hat das Corona-Virus derzeit keine Auswirkungen. Die Unternehmen führen regelmäßig Risikobewertungen durch, da sich die Lage national und international sehr dynamisch entwickelt. Im Rahmen ihres Krisen- und Notfallmanagements hat die Energiewirtschaft Prozesse etabliert, die regelmäßig getestet, geprüft und evaluiert werden.

 „Die Gas- und Wasserversorgung in Deutschland ist Teil der kritischen Infrastruktur. Sie sichert maßgeblich das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben ab. Auch und insbesondere in Krisenzeiten kommt es darauf an, dass Abläufe und Mechanismen nicht beeinträchtigt werden und reibungsarm funktionieren“, sagt der DVGW-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Gerald Linke. Durch die grundsätzlichen Vorkehrungsmaßnahmen und Krisenpläne der Versorger sei gewährleistet, dass auch in Situationen, wie wir sie aktuell erleben, die Versorgung der Menschen in Deutschland mit Gas und Wasser zuverlässig und vollumfänglich sichergestellt sei, so Linke weiter.

Insbesondere für sogenannte Leitwarten gibt es Vorkehrungsmaßnahmen, die eine Aufrechterhaltung der notwendigen Funktionen garantieren. Das für die Gas- und Wasserbranche verbindliche DVGW-Regelwerk schreibt in diesem Zusammenhang konkrete Maßnahmen für Krisensituationen fest und ist allgemein anerkannt.