Praxis

„Wert des Wassers“: Weltwassertag am 22. März 2021

AdobeStock/Jenko Ataman

Der Weltwassertag am 22. März, zu dem die Vereinten Nationen seit 1993 aufrufen, erinnert alljährlich an die Besonderheiten der essenziellsten Ressource allen Lebens. Der Weltwassertag 2021 steht unter dem Motto „Valuing Water“: „Wert des Wassers“. In diesem Kontext rufen die Vereinten Nationen die Menschen dazu auf, sich Gedanken über die lebenswichtige Bedeutung von Wasser und seinen Wert zu machen. Dies geht weit über den finanziellen Gesichtspunkt hinaus und umfasst auch den ökologischen, sozialen sowie kulturellen Wert von Wasser.

Für die Menschen in Deutschland ist hochwertiges Trinkwasser frisch aus dem Hahn selbstverständlich. Es steht rund um die Uhr in einwandfreier Qualität für den täglichen Bedarf zur Verfügung. Dagegen haben weltweit laut Vereinten Nationen über zwei Milliarden Menschen keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser; weit mehr noch entbehren angemessene sanitäre Einrichtungen.

Die deutsche Trinkwasserversorgung zählt zu den leistungsfähigsten weltweit. Allerdings sind in der Öffentlichkeit die Anstrengungen, die die Branche für das hohe Versorgungsniveau erbringt, kaum bekannt. Die Herausforderungen zur Sicherung der Trinkwasserqualität und Verfügbarkeit werden unterdessen immer größer: Zum einen beeinträchtigen steigende Schadstoffeinträge wie Nitrat oder Medikamentenrückstände die Qualität der Rohwasserressourcen in immer stärkerem Maße; zum anderen erfordern die Auswirkungen des Klimawandels auf das Wasserdargebot umfassende Anpassungen der Infrastruktur und im Ressourcenmanagement.

„Obwohl unser gesellschaftliches und wirtschaftliches Wohlergehen vom Zugang zu einwandfreiem Trinkwasser abhängt, ist sein Wert im Bewusstsein der Allgemeinheit kaum verankert. Gut ist, dass der diesjährige Weltwassertag das Augenmerk darauf lenkt und dazu beitragen will, die öffentliche Wahrnehmung für den Wert des Wassers zu schärfen“, betont Dr. Wolf Merkel, Vorstand Wasser des DVGW, mit Blick auf den 22. März. „Um die hohe Versorgungssicherheit auch in Zukunft gewährleisten zu können, muss Trinkwasser eine höhere Wertschätzung erfahren“, mahnt Merkel.

Mit dem „Wasser-Impuls“ hatte der DVGW bereits vor zwei Jahren die Debatte um den Wert des Wassers erfolgreich angestoßen. „Dass auch die Vereinten Nationen das Thema aufgreifen, befürworten wir sehr“, sagt Merkel. Die Dialogkampagne hat die enormen Zukunftsaufgaben in der Wasserwirtschaft in den öffentlichen Fokus gerückt. Diese finden nun auch in der Politik Gehör: „Die Ankündigung einer Wasserstrategie des Bundesumweltministeriums ist ein positives Signal. Darauf müssen konkrete Taten folgen, andernfalls wäre die Strategie nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein“, so Merkel.

Ein Video-Statement zum Weltwassertag von Dr. Wolf Merkel finden Sie hier.


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