Rückblick: 26. Tagung Leitungsbau in Berlin


Am 22. und 23. Januar 2019 hat in Berlin die 26. Tagung Leitungsbau stattgefunden. Im Zentrum der zweitägigen Veranstaltung standen u. a. die Kernkompetenzen der deutschen Leitungsbaubranche – diese sind unerlässlich, um politische Megaziele wie z. B. die Energiewende oder den Breitbandausbau realisieren zu können. Dabei obliegt es der Politik, den Rahmen und den Takt für die bauliche Umsetzung flächendeckender Giganetze und erdverlegter Stromtrassen zu bestimmen. Technik dürfe gleichwohl nicht zum Spielball der Politik werden, so die Botschaft an die 160 Veranstaltungsteilnehmer. Der Blick auf vorhandene Infrastrukturen lässt klar erkennen, dass das politische Handeln der letzten Jahre in erster Linie vom Nicht-Handeln geprägt gewesen sei. „Jetzt kommt der Zeitpunkt, den wir als Szenario schon lange beschrieben haben, der Zeitpunkt, an dem die große Menge an nicht getätigten Investitionen uns einzuholen und über den Kopf zu wachsen droht“ so rbv-Präsident Fritz Eckard in seiner Begrüßungsrede. Weitere wichtige Themen der Veranstaltung waren u. a. der flächendeckende Breitbandausbau und die damit indirekt verbundene Digitalisierung des Alltags, der immer stärker hervortretende Fachkräftemangel in der Baubranche, moderne Baumaschinentechnik, der Umgang mit Bodenaushub in der Praxis sowie das Thema „Laserscanning und 3D-Modeling“.

 

Eines der wesentlichen Fazits der 26. Tagung Leitungsbau formulierte rbv-Präsident Lang in seiner Verabschiedung mit der beherzten Aufforderung an die Teilnehmer: „Bitte handeln Sie mit Bedacht und lassen sich nicht in einen blinden Kapazitäten-Aufbau treiben, der unserer Branche langfristig schaden wird“. Wenn es der Leitungsbaubranche dauerhaft gelänge, mit einer Stimme zu sprechen und die Botschaften des Verbandes öffentlich weithin gut wahrnehmbar zu positionieren, könne man die Verantwortung gegenüber den nachfolgenden Generationen gewissenhaft wahrnehmen. „Zukunft ist kein Schicksal, lassen Sie uns unsere Zukunft gemeinsam gestalten“, so Lang.