Wasserverteilung

Harzwasserwerke starten High-Tech-Initiative

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Die Harzwasserwerke planen ein Großprojekt zur Zustandsuntersuchung des Wassernetzes.

Es ist mit einer Operation am offenen Herzen vergleichbar, was die Harzwasserwerke in den kommenden Jahrzehnten anstreben. Denn das Unternehmen mit Hauptsitz in Hildesheim will sein gesamtes 520 km langes Wasserleitungssystem im laufenden Betrieb unter die Lupe nehmen. Grund ist das zunehmend hohe Alter der Rohre, manche der Leitungen stammen noch aus den 1930er-Jahren und stehen damit kurz vor ihrer maximal zu erwartenden Lebensdauer. Nun geht es darum, den Zustand der Leitungen zu prüfen und Handlungsbedarf zu lokalisieren. Dafür haben die Harzwasserwerke gemeinsam mit dem IWW Zentrum Wasser und der niederländischen Firma isle eine High-Tech-Initiative gestartet. Ziel ist es, innovative und wirtschaftliche Lösungen für die Zustandsuntersuchungen zu entwickeln, denn noch gibt es keine Standardlösung für solche Untersuchungen im laufenden Betrieb, keimfrei und ohne Druckverlust. „Die High-Tech-Initiative ist für die Harzwasserwerke nicht nur spannend, sondern auch wichtig“, so Dr. Donner, Technischer Geschäftsführer der Harzwasserwerke, „denn wir garantieren den Menschen in Niedersachsen mit unseren Wasserwerken, dass ihre Versorgung mit Trinkwasser sicher ist. Und dazu gehört ein stabiles Leitungsnetz.“