Wissen

BrowwwserPicks 12.2018

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Was ist in den letzten vier Wochen im Bereich der Energie- und Wasserversorgung passiert? Welche Ereignisse haben uns beschäftigt, welche Themen wurden diskutiert? Ob Artikel, Video, Audio oder Bücher – in unseren "BrowwwserPicks" stellen wir einmal im Monat unsere persönlichen Fundstücke aus der unendlichen Informationsflut des World Wide Web vor.

#COP24 – Klimagipfel in Kattowice

  • Michael Lindner und Antonia Schuster vom Projekt #clisciety (climate science, energy transition and society) präsentieren in einem Gastartikel für ZEIT Online 1o Fakten zum Klimawandel, mit denen einige verbreitete Falschbehauptungen ganz leicht widerlegt werden. [Fakten zum Klimwandel auf ZEIT-Online lesen]

#Verkehrswende: Strengere CO2-Grenzwerte für Autos und Nutzfahrzeuge

Der Verkehrssektor ist eine große Baustelle in Sachen Klimaschutz. Jetzt haben das Europäische Parlament und der Rat der EU-Staaten Ernst gemacht: Bis 2030 müssen die CO2-Emissionen von Neuwagen um 37,5 Prozent (Pkw) bzw. 31 Prozent (Nutzfahrzeuge) unter den bereits beschlossenen Emissionslimits von 2021 liegen.

#Plastikmüll: EU und Bundesumweltministerium gehen gegen Plastikmüll vor

Plastikmüll ist ein großes Problem unserer Zeit. Nun hat die EU eine konkrete Entscheidung getroffen: Wegwerfprodukte aus Plastik werden verboten. Erst kürzlich hatte auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat einen 5-Punkte-Plan mit Maßnahmen für weniger Plastik und mehr Recycling vorgelegt, um überflüssige Produkte und Verpackungen wie z. B. Einweg-Plastikgeschirr oder Verpackungen von Obst und Gemüse zu reduzieren. Zudem sollen Alternativen zur Plastiknutzung gestärkt werden, etwa durch eine Initiative zur Nutzung von Leitungswasser als Trinkwasser.

#Kohleausstieg: Schicht im Schacht – zum Abschied von der Steinkohle

  • WDR-Journalist Sebastian Wehner kommentierte im WDR-5-Morgenecho den Abschied vom Steinkohlenbergbau. Der wertschätzende Umgang miteinander, so Wehner, würde uns allen in anderen Bereichen gut tun. [Den Kommentar „Kohle: Ein Abschied mit Stil“ lesen]
     
  • Was passiert, wenn die Kohlezechen geschlossen werden, mit den darin verbliebenen Altlasten? Damit sich giftiges Grubenwasser nicht mit Grundwasser vermischt, das für die Trinkwassergewinnung genutzt wird, ist ein ausgeklügeltes Sanierungskonzept erforderlich. In Prosper Haniel möchte man von der Vergangenheit lernen, schreibt die Wissenschaftsjournalistin Katja Maria Engel auf spektrum.de. Dazu setzt die für den Nachbergbau verantwortliche RAG Stiftung auch auf wissenschaftliche Unterstützung. [Nach dem Steinkohleaus kommt das Wasser lesen]
     
  • Und nochmal das WDR-5-Morgenecho: Wie steht es um den Strukturwandel im Ruhrgebiet? Im Interview erklärt der Sozialforscher Franz Lehner zum Ende der Kohle-Ära, was bisher geglückt ist und wo es noch hapert. [Podcast zum Ende der Kohle-Ära anhören]
     
  • Zum Abschied vom Steinkohlenbergbau zeigt ARTE in seiner Mediathek einen großen Doku-Zweiteiler (Leider nur bis 2. Januar 2019 verfügbar, aber vielleicht wird es verlängert…?). Der Film spannt einen Bogen vom Mittelalter bis zur Industrialisierung, erzählt die Geschichte der Steinkohle in zwei Weltkriegen, die Entstehung der Montanunion und endet im Ausstieg aus der deutschen Steinkohlenförderung. [Dokumentation „Die Steinkohle“ in der ARTE-Mediathek ansehen]

Bücher
 

David Nelles und Christian Serrer haben ein Buch über den Klimawandel geschrieben. „Kleine Gase – große Wirkung“ ist aber kein gewöhnliches Buch, sondern es ist ein Fachbuch für alle, die kein Fachbuch lesen möchten. Mit kurzen Texten und anschaulichen Grafiken geben die beiden Wirtschaftswissenchaftler einfach verständliche Antworten auf viele Fragen rund um den Klimawandel. Das Buch ist im Eigenverlag erschienen und kostet 5,00 Euro zzgl. Versand.

www.klimawandel-buch.de
 

Sind Sie schon Zukunftskünstler? Wenn nicht, dann werden Sie es vielleicht, wenn Sie das Buch „Zukunftskunst“ von Uwe Schneidewind, dem Präsidenten des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie, gelesen haben. Er geht der Frage nach, wie der Umbau zu einer sozial und ökologisch gerechten Welt gelingen kann. „Zukunftskunst“ braucht es dafür und damit meint Uwe Schneidewind die Fähigkeit, kulturellen Wandel, Politik, neues Wirtschaften und innovative Technologien miteinander zu verbinden. Denn nur so werden Energie- und Mobilitätswende, die Ernährungswende oder der nachhaltige Wandel in unseren Städten möglich. Das Buch ist im Fischer Verlag erschienen und kostet 12,00 Euro.

www.zukunftskunst.eu