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Grundwasserveränderungen durch Klimawandel sind nachweisbar

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Niederschlagarme Perioden wie der Sommer 2018 verändern die Grundwasservorkommen schon heute nachweisbar – das ist das Ergebnis einer IWW-Studie.

Eine am IWW Zentrum Wasser in Mülheim an der Ruhr durchgeführte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass durch den Klimawandel verursachte Veränderungen des Grundwassers bereits heute nachweisbar sind. Schon lange ist bekannt, dass der Klimawandel weltweit die Menge an verfügbarem Grundwasser beeinflusst. Auch in Mitteleuropa finden in diesem Zusammenhang bereits klimatische Veränderungen statt, die sich mittelfristig auf die Menge an verfügbarem Grundwasser auswirken werden. Besonders langanhaltende Phasen mit wenig Niederschlag, wie sie beispielsweise im Sommer 2018 zu beobachten waren, stellen die Grundwasservorkommen auch in Deutschland in Zukunft unter Stress. Bisher ist allerdings wenig darüber bekannt gewesen, welche Auswirkungen die durch den Klimawandel bedingten langsam steigenden Temperaturen in Böden und Grundwasserleitern auf die chemische Zusammensetzung und damit auf die Qualität des Grundwassers haben.

Bei den nun durchgeführten Untersuchungen an über 2.000 Grundwasser-Beobachtungspunkten in Baden-Württemberg hat sich nach Angaben der Forscher gezeigt, dass bereits geringe Anstiege der Temperatur im Grundwasser für messbar sinkende Sauerstoffgehalte und pH-Werte sorgen – ein Sachverhalt, der auch für die Aufbereitung in der Trinkwassergewinnung relevant ist. So seien z. B. die Konzentrationen von Kohlensäure, Mangan und organischem Kohlenstoff mit steigenden Temperaturen angestiegen. Ein Beispiel: Wenn die Temperaturen des Grundwassers von unter 10 °C auf über 10 °C steigen, vervierfache sich laut der Studie die Wahrscheinlichkeit, dass die Mangankonzentration im Grundwasser über den Vorgaben der Trinkwasserverordnung liegt. In diesem Fall müssten zusätzliche Maßnahmen getroffen werden, um die Bereitstellung von sicherem Trinkwasser zu gewährleisten. Die Studie mit dem Titel „Temperature-associated changes in groundwater quality“ offenbart zudem den Wert von Langzeitbeobachtungen, wie dem in Baden-Württemberg seit mehr als 30 Jahren durchgeführten Grundwasserüberwachungsprogramm.