Wissen

IFAT 2018 stärkt Themenbereich Wasserversorgung und Trinkwasser

IFAT

Mit über 3.000 Ausstellern und rund 135.000 Besuchern ist die IFAT in München die Weltleitmesse für Umwelttechnologien und internationale Innovationsplattform für den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen.

Vom 14. bis zum 18. Mai 2018 öffnet die IFAT, die Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Recyclingwirtschaft, ihre Tore und vereint alle Teilnehmer des Umwelttechnologiesektors in München. Mit zwei neuen Messehallen und einer neuen Hallenverteilung erwartet sie ihre Fachbesucher.

Der DVGW ist in diesem Jahr erstmals ideeller Träger der IFAT – auf diese Weise stärkt die IFAT den Bereich Wasserversorgung und Trinkwasser. Auch im fachlichen Rahmenprogramm finden sich mehr Programmpunkte zu diesem Thema.

Nach zwei Jahren Bauzeit hat die Messe München ihr Messegelände erweitert. Das Ergebnis sind die zwei neuen Hallen C5 und C6, die erstmals zur IFAT 2018 geöffnet werden. Damit belegt die weltweit größte Messe für Umwelttechnologien nun noch mehr Fläche: insgesamt 260.000 Quadratmeter, verteilt auf 18 Hallen und das Freigelände. Die Flächenerweiterung bringt eine neue Hallenverteilung mit sich: So sind die Bereiche Wasser und Abwasser künftig im westlichen Teil des Messegeländes in München angesiedelt, während die Themen Abfall und Sekundärrohstoffe das östliche Gelände belegen. Durch die klare Zuordnung der Schwerpunkte wird es für die Besucher noch einfacher, schnell und zielgenau die für sie relevanten Unternehmen zu erreichen.

Wissenswertes für IFAT-Besucher

Interessenten der Bereiche Wasseraufbereitung, Wasser- und Brunnenbau sowie Leitungen und Rohre nutzen den Eingang West für ihren IFAT-Besuch, zu erreichen über die U-Bahn-Haltestelle Messestadt West. Die Hallen A1 bis A3 werden wie gewohnt den Anlagenbau zur Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung beheimaten. Zudem wird dieser Bereich inhaltlich um den Schwerpunkt Wasser- und Brunnenbau erweitert und in Halle B2 fortgesetzt.

Mit dieser Ausrichtung wird auch das Thema Wasserversorgung und Trinkwasser auf der IFAT 2018 sichtbarer. Die Maschinen- und Anlagentechnik in der Wasserwirtschaft mit den Segmenten Pumpen in Halle B1 und Mess-, Steuer- und Regelungstechnik in Halle C1 sowie der Bereich Armaturen in Halle C2 bildet die optimale Anbindung. Komplettiert wird der Themenbereich mit den Wasser- und Abwassernetzen in den Hallen B2 bis B3 sowie C3 bis C4. Die Themen Leitungen, Rohre und Kanäle befinden sich nun in den Hallen B2 und B3, die Themen rund um deren Bau und Instandhaltung in den Hallen C3 und C4. Um dem Wunsch nach Vorführflächen auch in diesem Bereich nachzukommen, wird eine neue Aktionsfläche direkt angrenzend im Freigelände F3 neben dem Eingang Nord etabliert.

 

 

Top-Themen Digitalisierung und Automatisierung

Über 3.100 Aussteller werden zur diesjährigen IFAT erwartet. Aus den ersten Aussteller-Ankündigungen zeichnet sich ab, dass sich das Trendthema Digitalisierung und Automatisierung auf vielerlei Arten auf der Messe wiederfindet. Nach den Beobachtungen von IFAT-Projektleiterin Silvia Fritscher lassen sich bereits seit einigen Jahren immer mehr der präsentierten Innovationen mit dem Schlagwort Wasser 4.0 in Verbindung bringen. „Dieser Trend wird sich im Mai verstärken“, so Fritscher.

Unter Wasser 4.0 versteht man eine Wasserwirtschaft, die bessere Ressourcenschonung, größere Flexibilität, höhere Effizienz, gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit und mehr Versorgungssicherheit verspricht. Beispielsweise können Unternehmen und Kommunen mit einem digitalen Zwilling Anlagen und Prozesse planen, simulieren und optimieren. Auch mobile, digitale Betriebsmanagementsysteme werden auf der Messe gezeigt – damit gehören das Führen von Handzetteln und eine nachträgliche Datenerfassung auf Trinkwasseranlagen der Vergangenheit an.

Nachwuchs- und Ideenförderung

Eine weitere Neuerung wartet auf die Besucher: Unter dem Titel experience.science.future. gibt es erstmals eine zentrale Plattform für Wissenschaft und Forschung, Bildung und Trainings, Jobs und Karriere sowie Start-Ups – kurzum, für Vordenker und Nachwuchskräfte der Umwelttechnologiebranche. Mitten im Herzen der IFAT, in der Halle B4, bündelt experience.science.future. Universitäten, Start-Ups, Verbände und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) auf einer gemeinsamen Fläche und bietet Raum für besonders innovative Technologien, Strategien und Forschungsprojekte.

 

Auch dem Fachkräftemangel möchten die IFAT-Veranstalter mit experience. science.future. entgegenwirken. Der Hintergrund: Immer mehr spezialisierte Branchen konkurrieren um kompetente Nachwuchskräfte. Die Weltleitmesse hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die brancheneigenen Berufsbilder zu präsentieren und zu fördern. In einer Networking-Lounge können sich Schüler und Studenten über grüne Berufe informieren und mit potenziellen Arbeitgebern in Kontakt treten. Aussteller können sich aktiv an experience.science.future. beteiligen, z. B. mit Fachbeiträgen zu Ausbildungsmöglichkeiten im Unternehmen. Aktuelle Stellenausschreibungen können die teilnehmenden Firmen im neuen Stellenportal Job and Career@IFAT veröffentlichen. Dieses ist bereits im Vorfeld der Messe auf der IFAT-Website online abrufbar ist.

Für erfahrene Fachkräfte bietet das Rahmenprogramm Möglichkeiten zur Weiterbildung – aus dem Bereich Trinkwassergewinnung und Wasserversorgung finden sich dieses Jahr mehr Programmpunkte als zuvor. Folgende Themenblöcke sind geplant: Industrie 4.0 – Digitalisierung in der Wasserwirtschaft, integriertes Wasserressourcenmanagement, Energieeffizienz in der Wasserwirtschaft sowie das Spezial Brunnenbau.

www.ifat.de